Gar nicht sooo schlecht! Die Bosse aus der deutschen Automobilszene hegen Hoffnung für Germany

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Trotz vieler Probleme haben die Chefs von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW den Standort Deutschland nicht abgeschrieben, wie jetzt bei einer Umfrage herauskam ...

Deutschland als industrieller Standort hat an Attraktivität verloren, wie allenthalben zu lesen ist. Fragt man die Chefs der drei größten Autokonzerne in Deutschland, so sehen diese noch nicht alles als verloren an. Allerdings sollte man ein Auge auf Chinas Exportambitionen haben ...(Bild:  Schrauberwelten)
Deutschland als industrieller Standort hat an Attraktivität verloren, wie allenthalben zu lesen ist. Fragt man die Chefs der drei größten Autokonzerne in Deutschland, so sehen diese noch nicht alles als verloren an. Allerdings sollte man ein Auge auf Chinas Exportambitionen haben ...
(Bild: Schrauberwelten)

Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic sieht, nach seiner Ansicht über den Standort Deutschland in puncto Automarkt gefragt, sogar Chancen dafür, Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland perspektivisch wieder aufzubauen: „Wir haben ja ein sehr starkes Fundament. Und wenn wir auf dem Fundament aufbauen, lässt sich auch die Zukunft gestalten!“ Das jedenfalls äußerte er bei einem Gespräch mit der Zeitschrift Auto, Motor und Sport, heißt es. In Deutschland sehe man außerdem ein starke Dynamik in Sachen Start-ups aufkeimen. Es gibt demnach viele junge Unternehmen, die durchaus investierten. Nach Ansicht des Experten fehlt aber die Bereitschaft zur Industrialisierung. Es ist offensichtlich ein Problem, wenn gute, kreative Köpfe zwar in Deutschland ihre Ideen entwickeln, dem Land dann aber den Rücken kehren, sobald es an die Umsetzung geht. Diesen unschönen Trend sollte man früh genug abstellen, denn schließlich geht es laut Nedeljkovic um Zukunftstechnologien und letztlich um Arbeitsplätze. Bessere Rahmenbedingungen könnten da helfen.

Das sagen Volkswagen und Mercedes-Benz zu Deutschland

Und der Volkswagen-Chef Oliver Blume beschäftigt sich, wie es weiter heißt, sozusagen jeden Tag mit zwei wesentlichen Themen – Geschwindigkeit und Kosten. Das sei eine zu beantwortende Grundfrage der Branche. Man spürt laut Blume mit aller Härte in anderen Weltregionen, dass andere Player Deutschland dabei voraus sind. Er plädiert deshalb dafür, aus der Komfortzone auszubrechen und sowohl schneller als auch pragmatischer handeln zu können. Und mit Blick auf die Kosten müsse man nun auch liebgewonnen, aber obsolete Themen angehen, um den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten. Dem könne der Mercedes-Vorstandschef Ola Källenius nur beipflichten: „Die Autokonzerne haben eine unglaubliche Kreativität und Innovationskraft. Aber wir müssen auch in diesem Land die Kosten senken!“ Diese Einsicht hätten außerdem alle in der Autoindustrie! Jetzt brauche man diese auch in der Gesellschaft und Politik. Nötig seien demnach auch harte Aktionen, sonst fließe das industrielle Kapital in andere Richtungen. Ein Problem könnte aber eine Autoschwemme aus China werden, die sich derzeit abzeichnet ...

Chinas Autoexporte steigen wieder deutlich an

China hat im Mai deutlich mehr Autos exportiert, heißt es. Während die Nachfrage im heimischen Markt allerdings weiter absackte. Wie der Verband der Automobilhersteller (China Associaton of Automobile Manufacturers (CAAM)) mitteilt, stiegen die Ausfuhren von Personenkraftwagen um 73 Prozent (verglichen mit Mai vergangenen Jahres). Und zwar nun auf rund 809.000 Autos. Besonders deutlich legten demnach die Exporte von Elektro- und Hybridwagen zu, die sich im Vergleichszeitraum auf rund 435.000 mehr als verdoppelten. Chinas Autobauer drängen schon länger ins Ausland. Im Visier der chinesischen Marken sind dabei hauptsächlich die Märkte in Europa, Südamerika und Südostasien.

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