Stinksauer gefahren VW-Mitarbeiter in Sachsen ärgern sich über Pflichtverletzung

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Mitarbeiter bei Volkswagen in Sachsen müssen um die für das Jahresende geplante Integration in die Volkswagen AG bangen, wie die dpa meldet ...

Die Volkswagen AG in Sachsen sollte Ende des Jahres in den Mutterkonzern integriert werden. Das klappt jetzt doch nicht, wie vorgesehen. Die dortigen Mitarbeiter sind erbost ...(Bild:  Volkswagen)
Die Volkswagen AG in Sachsen sollte Ende des Jahres in den Mutterkonzern integriert werden. Das klappt jetzt doch nicht, wie vorgesehen. Die dortigen Mitarbeiter sind erbost ...
(Bild: Volkswagen)

Die Volkswagen Sachsen GmbH mit ihren Standorten in Zwickau, Chemnitz und Dresden firmiert bisher als eigenständiges Unternehmen. Aber 2021 wurde per Tarifvertrag eine Integration in die Muttergesellschaft vereinbart, was Ende des Jahres geschehen sollte. Doch an der Umsetzung hapere es. Großer Unmut herrsche deshalb bei Volkswagen in Sachsen! Die Gewerkschaft IG Metall spricht von einem schwerwiegenden Vertrauensbruch, weil die Pläne für die Integration der Belegschaft in die Volkswagen AG doch nicht so schnell umgesetzt werden, wie versprochen. Das Unternehmen gehe damit auf Konfrontationskurs mit allen VW-Beschäftigten in Sachsen, äußerte Jan Otto, der Leiter des Gewerkschaftsbezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen. An der Zukunft der, wie angemerkt wird, hoch produktiven Standorte in Sachsen darf nach wie vor nicht gerüttelt werden. Das sagte jedenfalls Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Er erwartet, dass Wolfsburg zu seinen Verpflichtungen steht. Für die VW-Beschäftigten in Sachsen ist das Ganze ein Schlag ins Gesicht, ärgert sich Thomas Aehling, der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Volkswagen Sachsen GmbH. Nun will man den VW-Managern sehr deutlich machen, dass man so nicht mit sich umspringen ließe. Die Belegschaft in Zwickau sei stinksauer, berichtete auch Mario Albert, der dortige Betriebsratsvorsitzende.

Das erklärt Volkswagen zu den Vorwürfen:

Durch die notwendige Umstellung zahlreicher Systeme in der Volkswagen AG kam es in den vergangenen Monaten zu Verzögerungen, sodass der Prozess mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als ursprünglich geplant, erklärte das Unternehmen VW auf Anfrage zu dieser Sachlage. Es werde aber auch schon nach einer gangbaren Möglichkeit gesucht, um den Beschäftigten in Sachsen zum 1. Januar einen Arbeitsvertrag der Volkswagen AG anzubieten. Dazu gebe es auch schon intensive Gespräche zwischen Unternehmer- und Arbeitnehmerseite. Betroffen sind rund 10.000 Mitarbeiter. Schon mal beruhigend: Materielle Auswirkungen hätten die Verzögerungen für die VW-Mitarbeiter in Sachsen nicht! Auch sind sie ihren Kollegen an den westdeutschen Standorten bereits tariflich gleichgestellt, was dann sowohl für die Entlohnung als auch mit Blick auf die 35-Stunden-Woche gilt.

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