Thyssenkrupp Warmwalzwerk Siegen wird modernisiert

Redakteur: Stéphane Itasse

Thyssen-Krupp VDM investiert in die Modernisierung des Standorts Siegen. Der Werkstoffhersteller hat nach eigenen Angaben jetzt den Auftrag für die Modernisierung des Quartogerüstes vergeben, das ursprünglich aus dem Jahr 1954 stammt.

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In seinem Quartowalzwerk in Siegen – hier der Leitstand – investiert Thyssen-Krupp 30 Mio. Euro. (Bild: Thyssen-Krupp)
In seinem Quartowalzwerk in Siegen – hier der Leitstand – investiert Thyssen-Krupp 30 Mio. Euro. (Bild: Thyssen-Krupp)

Damit wird ein Kernaggregat im Siegener Werk auf den neuesten Stand der Technik gebracht und so die Zukunft des Standorts gesichert“, sagt Hanno Gerich, Werksleiter für die Standorte Altena und Siegen der Thyssen-Krupp VDM. Das neue Warmwalzgerüst soll Mitte 2013 in Betrieb gehen. Die Modernisierung in Siegen, wo etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt sind, sei mit Investitionen von 30 Mio. Euro verbunden.

Dickere Bleche aus Nickel- und Titan-Legierungen möglich

Das Quartogerüst diene der Fertigung von Blechen aus Nickel- und Titan-Legierungen. Diese würden für die Herstellung von Pipelines in der Öl- und Gasindustrie oder Behältern und Rohren in chemischen Anlagen benötigt, kämen aber auch beispielsweise in Meerwasserentsalzungsanlagen, Kraftwerken, Turbinen und Brennstoffzellen zum Einsatz.

Für Thyssen-Krupp VDM ist die Erzeugung von Grobblechen laut Mitteilung ein wichtiger Produktbereich, zumal das Unternehmen bei bestimmten Abmessungen der Bleche ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Weltmarkt habe. Die neue Anlage sei auf eine Summenwalzkraft von 6000 t ausgelegt, so dass das Dicken-Spektrum nach oben hin erweitert werde. Darüber hinaus sei künftig der Einsatz größerer Brammen mit einem höheren Stückgewicht möglich. Weitere Verbesserungen würden die Messtechnik und Automation des Vier-Walzen-Gerüsts betreffen.

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