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Sägetechnik Werkstoffe und Automation bestimmen die Sägenentwicklung

| Redakteur: Peter Königsreuther

Auch von der Sägetechnik gibt es Neuigkeiten. Wie die Spezialisten aus der Branche im Vorfeld der EMO 2013 mitteilen, wurde die Entwicklung in Richtung Automation und Flexibilität ausgerichtet. Schwer zerspanbare Materialien und der Trend zur Aluminiumbearbeitung sorgten für zusätzliche Entwicklungsschübe.

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Produktivität und Automatisierung bestimmen die derzeitige Sägenentwicklung. Zum Klassiker Stahl gesellen sich heute immer stärker die schwer zerspanbaren Materialien mit hohem Nickel- und Chromgehalt, die den Sägespezialisten neue Herausforderungen stellen.
Produktivität und Automatisierung bestimmen die derzeitige Sägenentwicklung. Zum Klassiker Stahl gesellen sich heute immer stärker die schwer zerspanbaren Materialien mit hohem Nickel- und Chromgehalt, die den Sägespezialisten neue Herausforderungen stellen.
(Bild: Sägenbörse)

Die Innovationen in der Sägetechnologie lassen noch lange kein Ende der Möglichkeiten erkennensowohl hinsichtlich des Tempos als auch beim Zerspanen von Sonderlegierungen, wie Christian Behringer, Geschäftsführer der Behringer GmbH, berichtet. Vor allem die Forderung nach immer umfangreicherem Automationsgrad und höherer Leistungsfähigkeit moderner Sägemaschinen leistete einen erheblichen Beitrag zur Weiterentwicklung und gipfelte in einer deutlichen Produktivitätssteigerung der Maschinen, erklärt Behringer.

Nickel- und Chromwerkstoffe verlangen ausgewogene Sägeanlagen

Schwer zerspanbare Werkstoffe mit hohem Nickel- und Chromanteil stellen hohe Anforderungen an die Sägemaschinen und an die Anwender. Jedoch werden diese schwierig zu bearbeitenden Materialien in vielen Branchen aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit und Verschleißfestigkeit immer stärker nachgefragt. Enthalten sind sie etwa in Komponenten für Kraftwerke, die immer höheren Belastungen standhalten müssen, oder Motorblöcken von Fahrzeugen, die auch nach Jahrzehnten noch keine Ermüdungserscheinungen zeigen dürfen. „Standardmaschinen stoßen da schnell an ihre Grenzen“, betont Behringer. Entscheidend für eine wirtschaftlich funktionierende Säge sei außerdem ein ausgewogenes Zusammenspiel der Parameter Schnittgeschwindigkeit, Sägevorschub und Kühlfunktion.

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Lange noch nicht ausgereizt ist laut Behringer auch der Aspekt des Tempos in der Sägetechnik. Aktuell setzten hier die speziellen Hochleistungsmaschinen mit SC-Technologie im Bandsägenbereich Maßstäbe und sollen – je nach Werkstoff – eine Produktivitätssteigerung um das Fünf- bis Sechsfache erreichen. Um das gesamte Potenzial der SC-Technologie nutzen zu können, wurden herstellerseitig alle Komponenten der Gesamtanlage den hohen Belastungen angepasst. Das Pendant im Kreissägenbereich nutzt außerdem die Multifluid-Technik, um hochlegierte, wärmebeständige Stähle auch präzise zu sägen.

Nahezu bedienerlos geht es mittlerweile in vielen Stahlhandelsunternehmen zu, wie der Behringer-Geschäftsführer sagt. Die Grundlage hierfür sei ein perfekt durchdachtes Logistikkonzept, das vom Rohstoffeingang bis zur Verladestelle der fertig konfektionierten Teile einen automatischen Durchlauf garantiere. Sämtliche Bearbeitungsschritte, wie das Sägen inklusive Bohren und Strahlen, werden hier zentral von einem intelligenten, automatischen Transportmanagementsystem von Behringer gesteuert. „Unser TMS etwa besitzt eine dynamische Funktionalität und navigiert die Träger quasi intelligent durch die gesamte Anlage“, erläutert Behringer.

Erhöhte Produktivität durch Linearführungstechnik

Technisch aktualisiert gingen beim Unternehmen Knuth die Modelle HB L und ABS L in das Modelljahr 2013, wie Mike Kutzner, Spezialist für Sägetechnik bei Knuth, berichtet. Mit Linearführungen, hydraulischer Werkstückspannung, automatischer Bandführungszustellung sowie einer überarbeiteten Hydraulik mit Druckregelsystem wurden die bestehenden Baureihen nun deutlich aufgewertet und sollen den Anwender mit erhöhter Produktivität und reduzierten Nebenzeiten bei der täglichen Arbeit noch besser unterstützen.

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