Suchen

VDMA Präzisionswerkzeuge

Werkzeughersteller rechnen mit Umsatzstagnation im laufenden Jahr

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Mit einer ruhigen Konjunkturlage rechnet die deutsche Werkzeugindustrie für das laufende Jahr. „Nach dem Rekordjahr 2012 erwarten wir für die kommenden elf Monate eine stabile Geschäftslage”, sagte Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) auf der Jahrespressekonferenz. „Große Ausschläge nach oben oder unten zeichnen sich bislang nicht ab, so dass wir derzeit für 2013 von einer Umsatzstagnation ausgehen.”

Firmen zum Thema

„Für 2013 zeichnet sich eine ruhige Konjunkturlage ab”, sagte Lothar Horn, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge.
„Für 2013 zeichnet sich eine ruhige Konjunkturlage ab”, sagte Lothar Horn, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge.
( Bild: Kroh )

Langfristig seien Präzisionswerkzeuge als Schlüssel für Produktivität sehr gefragt. „Daher gehe ich davon aus, dass sich die Branche weiter gut entwickeln wird, wenn sie es schafft, ihren Bedarf an qualifizierten und hochqualifizierten Arbeitskräften zu decken”, urteilte Horn. 2014 rechnet er wieder mit Zuwächsen. Treibende Kraft für die Werkzeugbranche bleibe weiterhin die Automobilindustrie, die global auch zukünftig wachsen werde.

Präzisionswerkzeughersteller erreichten 2012 Rekordumsätze

Im vergangenen Jahr produzierten die deutschen Unternehmen laut VDMA Zerspanwerkzeuge, Spannzeuge und Werkzeugbauprodukte im Wert von 8,8 Mrd. Euro. „Das ist ein neues Rekordniveau und enstpricht einer Steigerung um 6 % im Vergleich zum bereinigten Vorjahreswert von 8,4 Mrd. Euro”, betonte Horn. Denn nach der Neustrukturierung der VDMA-Fachverbände Präzisionswerkzeuge und Mess- und Prüftechnik zählt die Längenmesstechnik zum ersten Mal statistisch nicht mehr zu den Präzisionswerkzeugen.

Alle drei Teilbranchen konnten im vergangenen Jahr bei der Produktion zulegen: Am stärksten der Werkzeugbau mit 14 %, gefolgt von Spannzeugen und Zerspanungswerkzeugen mit jeweils 4 %. Die Gründe für dieses abermalige Wachstum sieht der Fachverband zum einen in der weltweit gestiegenen Automobilproduktion, die 2012 um 7 % zulegen konnte. Zum anderen in der positiven Entwicklung im Maschinenbau, der seinen Umsatz um rund 4 % steigerte.

USA wieder wichtigster Abnehmer deutscher Präzisionswerkzeuge

Der Auslandsabsatz von Präzisionswerkzeugen erhöhte sich in den ersten zehn Monaten um insgesamt 15 %. Mit einem Plus von 24 % legten die direkten Exporte in die USA 2012 auf 444 Mio. Euro zu. Damit sind die USA wieder größtes Kundenland vor China, das 13 % mehr Werkzeuge aus Deutschland orderte und somit ein Exportvolumen von 297 Mio. Euro kam.

Als wichtige Herausforderung für die Werkzeughersteller bezeichnete der Verbandsvorsitzende den Kampf um die besten Köpfe. „Denn ohne qualifizierte Arbeitskräfte können unsere Unternehmen nicht leben. Daher ist die Gewinnung, Qualifizierung und Bindung von Mitarbeitern ein Gebot der Stunde.”

Die Veranstaltung nutzte Lothar Horn auch dazu, um Dr. Wolfgang Sengebusch für sein großes und erfolgreiches Engagement für die Branche zu danken. Nach knapp 14 Jahren als Geschäftsführer des Fachverbands Präzisionswerkzeuge gibt er zum 1. Juli den Staffelstab an Markus Heseding weiter.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 37509150)

Das könnte Sie auch interessieren SCHLIESSEN ÖFFNEN

Archiv: Vogel Business Media; Bild: Fouhy; ; Bild: Kroh; Bild: VDMA; VBM; Prima Power; Schuler; Mack Brooks; Schall; BVS; Kjellberg Finsterwalde; Messe München; Coherent; J.Schmalz; Geiss; Hypertherm; Tata Steel; Arcelor Mittal; Schallenkammer; IKT; Schöller Werk; Vollmer; © momius - Fotolia; Rhodius; Kemppi; Deutsche Fachpresse; Vogel Communications Group ; MM Maschinenmarkt; MPA Stuttgart; Gesellschaft für Wolfram Industrie