AMB 2012

Werkzeugmaschinen-Hersteller bauen auf Technologieintegration

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Energieeffizienz steht im Pflichtenheft

Doch wie reagieren die AMB-Aussteller auf die aktuellen Entwicklungen? Beim VDW sieht man unverändert die Megathemen der vergangenen Jahre wie Energie- und Ressourceneffizienz, Produktivitätssteigerung, Life-Cycle Performance, Qualitätssicherung und Bedienerfreundlichkeit auf der Agenda. Entsprechend gut entwickele sich auch die Blue-Competence-Intiative des VDMA Verbandes deutscher Maschinen- und Anlagenbau.

Dazu VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer: „Mittlerweile haben sich 28 Fachverbände angeschlossen, 241 Firmen haben den Vertrag als Alliance Member unterzeichnet.“ Zudem hat der europäische Werkzeugmaschinenverband Cecimo zu Beginn des Jahres die Federführung für die Werkzeugmaschinenbranche in Europa übernommen, sechs nationale Verbände haben sich bereits angeschlossen. Der VDW stellt Blue Competence in den Mittelpunkt seines eigenen Messeauftritts auf der AMB 2012 in Halle 7, Stand 7D51.

„Diese Initiative hat klar signalisiert, dass der deutsche Werkzeugmaschinenbau Vorreiter in Richtung Energieeffizienz ist“, lobt auch Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt, das selbst mit der ‚Innovationstour Metallbearbeitung‘ auf der AMB 2012 in Halle 5, Stand 5D32, vertreten sein wird. Abele: „Die Initiative hat auch bewirkt, dass bei vielen Abnehmern das Denken in Richtung energieeffiziente Werkzeugmaschinen heute wesentlich ausgeprägter ist als dies früher der Fall war.“

Zahlreiche Kunden, insbesondere aus der Kraftfahrzeugindustrie, hätten das Thema Energieeffizienz in ihre Pflichtenhefte aufgenommen. Ein typisches Beispiel ist Niles Simmons Industrieanlagen. Micaela Schönherr: „Bei der neuen N30-Baugröße unserer CNC-Schrägbett-Drehmaschinen der N-Baureihe, die wir auf der AMB 2012 in Halle 5, Stand 5C76, vorstellen, erzielen wir durch Leichtbauwerkstoffe, eine gezielten Energiezufuhr und eine kundenindividuelle Maschinenauslegung erhebliche Energieeinsparungsquoten.“

Bearbeitung von Verbundmaterialien nimmt zu

Die wesentlichen technologischen Herausforderungen sieht Prof. Abele im Bereich der kostengünstigen und zuverlässigen Bearbeitung neuer Werkstoffe und Produkte. „Die nächsten Jahre werden im Luftfahrtbereich durch Verbundmaterialien, aber auch durch die Zunahme von Titanwerkstoffen gekennzeichnet sein. Die Bearbeitung dieser Werkstoffe erfordert neue Werkzeugtechnologien, insbesondere auch neue Werkzeugmaschinenkonfigurationen, die für die Bearbeitung dieser Materialien optimiert worden sind.“

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