AMB 2012

Werkzeugmaschinen-Hersteller bauen auf Technologieintegration

Seite: 5/6

Anbieter zum Thema

Ähnlich sieht man das bei MAG-IAS. „Unsere Strategie schließt schon seit Jahren die abweichenden Anforderungen an Werkzeugmaschinen in den unterschiedlichen Märkten mit ein“, erklärt MAG-Mann Martin Winterstein. Zum einen schaffe man den Spagat mit modularen Maschinenkonzepten, die flexibel skalierbar seien. „Andererseits setzen wir dort, wo es sinnvoll ist, auch auf lokale Produktion in den Zielmärkten.“ So produziere man beispielsweise in Changchun Maschinen, die „ideal auf die Bedürfnisse in Wachstumsmärkten wie China, Indien und Russland zugeschnitten sind“.

Ebenfalls auf ein modulares Baukastenprinzip setzt Micaela Schönherr von Niles Simmons: „Damit gelingt es, sowohl maßgeschneiderte Maschinen für spezifische, hochinnovative Bearbeitungen wie Komplett- und Titanbearbeitung zu konfigurieren, als auch seriennahe Maschinen herzustellen.“

Bei Index/Traub (Halle 3, Stand 3C52) sieht man auf der AMB 2012 sogar den Markt für eine eigens entwickelte Universaldrehmaschine. Reiner Hammerl: „Die neue IT600, die wir ab 2013 anbieten, wird ihren Einsatz bei weniger komplexen Anwendungen finden.“

Größere Fertiger wünschen Produktionssicherheit und Serviceangebote

Ähnlich wie im Sport rückt auch die Spitze des Maschinenbaus immer enger zusammen. Absolute Qualität einer Maschine wird heute vorausgesetzt. Wie also sollen sich Unternehmen noch vom Wettbewerb differenzieren? Potenzial verspricht der Service rund um die Maschine. Vorausgesetzt, der Kunde ist bereit dafür zu zahlen. „Tendenziell sind es eher die größeren Unternehmen, die bereit sind in Wartung und damit in Produktionssicherheit zu investieren, bei den meisten kleineren Produktionsbetrieben muss sich dieses Bewusstsein noch entwickeln“, hat Dr. Hansch von Emco festgestellt. „Zunehmend sind die Kunden nicht nur bereit Servicedienstleistungen zu bezahlen, sondern fordern diese auch ein“, berichtet hingegen Micaela Schönherr von Niles Simmons.

Die Erwartungen an qualitativ hochwertige und wertschöpfende Serviceleistungen würden weiter zunehmen und trügen auch mehr und mehr zum Umsatz bei. Schönherr: „Servicedienstleistungen haben sich zu einer wichtigen Kerngröße entwickelt und werden zukünftig wettbewerbsentscheidend sein, wobei Leistungsbündel aus integrierten Sach- und Dienstleistungen im Vordergrund stehen werden.“ Bei MAG-IAS lagerte man sogar alle Angebote unter dem Stichwort „Prozessoptimierung“ bereits vor drei Jahren in eine eigenständige Gruppe aus. Martin Winterstein erklärt warum: „Insbesondere Themen wie Instandhaltungsmanagement, Anlagen- und Taktzeitoptimierungen sowie Umbauten und Retrofit verzeichnen ein stabiles Wachstum auf Basis einer weltweiten Nachfrage.“

(ID:35524820)