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Investitionen in Anlagen oder Material sind gering
Frank Zukauski, Leiter Produktion und Produktionssysteme beim Hamburger Flurförderzeughersteller Still, hat sich schon vor mehr als zehn Jahren mit diesem Thema befasst und mit Projektgruppen im Logistikbereich Konzepte und Umsetzungsszenarien erarbeitet. Wie in vielen anderen Unternehmen machte man auch bei Still zunächst die Erfahrung, dass aller Anfang leicht und – mit den Worten des Still-Logistikleiters Mark Göbes – „bei guter Planung ohne große zusätzliche Investitionen umzusetzen ist“.
Technische Neuinstallationen sind in der Regel kaum erforderlich. Meist beschränken sich Änderungen der vorhandenen Infrastruktur auf ein Umstellen der Anlagen, Maschinen oder Regale. Die Investitionen in damit zusammenhängende Systemkomponenten wie kanbanfähige Behälter und andere Ladungsträger sowie geeignete Kennzeichnungssysteme dürfen noch als geringfügig bezeichnet werden.
Vorbereitung ist das Wichtigste bei Kanban
„Die wichtigste Tätigkeit bei Kanban ist die Vorbereitung“, erklärt Grässlin-Geschäftsführer Henk Vrijheid. Dazu gehören die Festlegung und Definition der Kanban-Verfahren wie Kunden-Kanban, Lieferanten-Kanban und 2- oder 3-Behälter-System sowie eines perfekten Wertschöpfungsprozesses auf Basis einer sorgfältigen Wertstrom-analyse.
Relativ unkompliziert ist der Umgang mit ERP-Systemen, ohne die heute kaum noch ein Betrieb auskommt. Doch die meisten der heute angebotenen Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssysteme bieten Funktionen für schlanke Prozesse wie Kanban, die sich leicht aktivieren und anpassen lassen.
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