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Als Sie damals angetreten sind, haben Sie auch gesagt, Sie wollen Vertrauen aufbauen zwischen den Partnern in der Lieferkette. Sind Sie in dieser Bezie-hung auch schon weitergekommen?
Das ist natürlich schwer – und auch ein bisschen allgemein gehalten. Tatsächlich ist es jedoch so, dass wir ein erstes Ergebnis verzeichnen können, und zwar was die Zusammenarbeit mit Volkswagen betrifft. Viele Zulieferer hatten da eine schon eine schwierige Situation, was bestimmte Themen in der Logistik und Behälter betraf. Zum ersten Mal hat es in Wolfsburg jetzt ein gemeinsames Gespräch zu diesem Thema gegeben, und ich denke, dass wir wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht und deutlich positive Ergebnisse erzielt haben.
Und ansonsten ist es so, wie es immer bei dem Thema Vertrauen ist: Im Grunde muss man auch da auf ein Konto einzahlen, man muss einen Vertrauensvorschuss geben, dann erhält man etwas zurück. Aber das ist natürlich keine Revolution, das wird jetzt nicht plötzlich eine Friede-Freude-Eierkuchen-Sache sein, sondern das muss man langsam weiterhin aufbauen. Für die Verbandsarbeit bedeutet dies: Es lohnt sich die Interessen der Zulieferer zu bündeln und mit den Kundengruppen zu sprechen.
Jetzt kommen Sie ja selbst von VW – Sie waren Abteilungsleiter der Serienplanung für Presswerk und Karosseriebau im Werk in Wolfsburg und für die Produktion des Golf V mitverantwortlich. Profitieren Sie von den Erfahrungen, die Sie auf der anderen Seite gesammelt haben, auch als Verbandsvorsitzender?
Ja, weil ich eben damit große Strukturen kenne. Konzerne ticken ähnlichst, also Volkswagen oder Daimler sind alle ein bisschen vergleichbar. Und ich habe aus den vielen Jahren, die ich da gearbeitet habe, noch persönliche Kontakte, die ich jetzt dem Verband zur Verfügung stellen kann.
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