Interview mit Dr. Winfried Blümel „Wir sind einem gigantischen Wandel ausgesetzt“

Autor / Redakteur: Katja Sponholz / M.A. Frauke Finus

Der 55-jährige Dr. Winfried Blümel ist seit einem Jahr Vorsitzender des Industrieverbandes Blechumformung (IBU), der als Bundesverband die Unternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer vertritt. Ihm gehören 230 Mitgliedsunternehmen an.

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Der 55–jährige Dr. Winfried Blümel ist seit einem Jahr Vorsitzender des Industrieverbandes Blechumformung (IBU).
Der 55–jährige Dr. Winfried Blümel ist seit einem Jahr Vorsitzender des Industrieverbandes Blechumformung (IBU).
(Bild: IBU)

Wie fällt Ihre Bilanz nach diesem ersten Jahr aus?

Persönlich gesehen fühle ich mich in dem Verband weiterhin sehr wohl. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Geschäftsstelle funktioniert viel reibungsloser, als ich mir das vorgestellt hatte – schließlich liegt ja eine große Distanz von mehr als 400 km zwischen uns, und da war mein Vorgänger Dr. Gerhard Brüninghaus räumlich ja etwas dichter dran. Aber die Art, wie wir das jetzt organisiert haben, ist hervorragend. Und auch mit meinen Vorstandskollegen verbindet mich eine sehr gute Zusammenarbeit. Wir haben auch ein bisschen umorganisiert, was die Verteilung der Aufgaben angeht. Also persönlich gesehen fühle ich mich da nicht so sehr belastet, wie man das vielleicht vermuten könnte.

Das heißt, Sie haben Ihre Entscheidung noch nicht bereut?

Nein! Absolut nicht!

Schließlich bedeutet es ja auch zusätzlichen Aufwand neben der eigentlichen Arbeit für Sie als Vorstandsmitglied des Progress-Werkes Oberkirch – und damit sicherlich auch eine Belastung.

Wenn man das als Belastung ansehen würde, hätte man auch keinen Spaß daran. Das ist bei mir eben anders. Ich empfinde meine Arbeit im Industrieverband aber als Bereicherung. Auch deshalb, weil man im Verband viele Möglichkeiten hat, die dem einzelnen Unternehmer nicht gegeben sind. Und der Verband lebt auch davon, dass man Initiative einbringt und nicht nur erwartet, dass andere Ergebnisse zusammentragen. Wenn man etwas haben will, muss man auch etwas reinstecken, und ich steck da eben ein bisschen mehr rein.

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