So ist die Lage!

Geopolitik und Bürokratie erschweren internationale Industrieeinsätze

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Das Reise- und Sicherheitsmanagement wird relevanter

Außer den regulatorischen Vorgaben untersucht der Index auch die Sicherheitslage. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stieg der Anteil der als besonders schwer eingestuften „High Risk Alerts“ an allen weltweiten Sicherheitswarnungen von 13,5 auf 20,6 Prozent. Die Entwicklung ist allerdings regional stark konzentriert. Denn rund 93 Prozent der Veränderung entfallen laut „WorkFlex“ auf den Mittleren Osten. Gleichzeitig waren zuletzt nur etwa halb so viele Länder von schweren Warnungen betroffen wie noch 2021. Die Zahlen sprechen damit weniger für eine weltweit gleichmäßige Verschlechterung als für eine stärkere Konzentration gravierender Risiken auf einzelne Regionen. Für Unternehmen, die weltweit Servicepersonal, Monteure oder Projektteams einsetzen, gewinnt damit neben der regulatorischen Prüfung auch das Reise- und Sicherheitsmanagement an Bedeutung.

Die EU plant jetzt eine digitale Vereinfachung des Ablaufs

Mittelfristig könnten europäische Reformen einen Teil des administrativen Aufwands reduzieren. Bei der Überarbeitung der europäischen Sozialversicherungskoordination, die unter anderem A1-Bescheinigungen betrifft, wurde im April 2026 eine vorläufige Einigung erzielt. Im Juli legte das Europäische Parlament seine Position fest. Auch für eine europäische elektronische Entsendemeldung („e-Declaration“) liegt eine vorläufige Einigung vor. Im September schlug die EU-Kommission zudem ein Paket zur fairen Arbeitskräftemobilität vor, zu dem ein europäischer Sozialversicherungspass gehören soll. Kurzfristig sollten Unternehmen allerdings nicht mit einer grundlegenden Vereinfachung rechnen. Digitale Nachweise und harmonisierte Verfahren könnten den Aufwand künftig reduzieren, die Verantwortung für die korrekte Einordnung eines Auslandseinsatzes bleibt jedoch beim Arbeitgeber. Damit dürfte 2027 insbesondere für Unternehmen mit vielen internationalen Service-, Montage- und Projekteinsätzen zu einem Übergangsjahr werden! Sie müssen nämlich bestehende nationale Verfahren weiterhin beherrschen und sich gleichzeitig auf neue europäische Digitalprozesse vorbereiten.

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