Alutec/Heatform Zwei Bearbeitungsverfahren für Aluminiumbauteile werden verbunden

Redakteur: Annedore Munde

Die Kooperationspartner Alutec und Heatform werden auf der Messe Tube in Düsseldorf die Kombination zweier Metallumformungsprozesse präsentieren: das Kaltfließpressen von Aluminium mit anschließender Warmumformung. Dieses kombinierte Bearbeitungsverfahren erlaubt bislang ungekannte Freiheitsgrade im Design und der Formgebung, kombiniert mit einem leichten und gleichzeitig sehr stabilen Werkstoff.

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Das Verfahren eignet sich für die wirtschaftliche Serienfertigung von Aluminium-Hohlkörper-Bauteilen, unter anderem für die Automobil-Industrie: Innovative Fertigungsmethoden und der intelligente Umgang mit Werkstoffen sind in der Industrie gefragt, um die Herausforderungen der Märkte zu meistern. In der Produktentwicklung und der Vermarktung werden heute immer weniger Grenzen akzeptiert, die durch Bearbeitungstechniken gesetzt sind. Mehr denn je sind Unternehmen gefragt, die die Grenzen des Machbaren weiterverschieben.

Aluminium-Hohlkörper-Bauteile im Fokus

Die Kooperation der baden-württembergischen Alutec Metallwaren GmbH & Co. KG, spezialisiert auf Aluminiumbearbeitung, mit der hessischen Heatform GmbH, Pionier in der Warmumformung von Hohlkörper-Bauteilen, hat die wirtschaftliche Serienfertigung von Aluminium-Hohlkörper-Bauteilen für die Automobil-Industrie im Fokus. Dabei werden die innovativen Technologien beider Unternehmen miteinander kombiniert, um neue, leichte Bauteilgenerationen herzustellen.

Die Aluminium-Rohlinge werden von Alutec unter Anwendung der Kaltfließpress-Technologie produziert und können anschließend mit dem Heatforming-Verfahren in einer weiteren Dimension umgeformt werden. Das Verfahren erlaubt die Fertigung von Bauteilen mit bisher ungekannten Freiheitsgraden im Hinblick auf Design und Formgebung. Selbst komplexe Formen mit axialen oder radialen Hinterschnitten – bis hin zu einer dreidimensionalen Formgebung – sind machbar, teilen die Unternehmen mit.

Neue Möglichkeiten beim Hydroforming und superplastischen Formen

Damit werden die bisherigen Möglichkeiten des Hydroformings (IHU) und des superplastischen Formens (SPF) deutlich erweitert. Zusätzliche mechanische Bearbeitungsverfahren sowie Wärmebehandlung und Oberflächenveredlung führen zu einbaufertigen Produkten oder ganzen Baugruppen, die nun aus einer Hand angeboten werden können. Das Lösungsportfolio umfasst bislang unter anderem Gehäuse, Behälter, Griffe, Elektronikgehäuse, Pralldämpfer, Luftfederkolben, Saugrohre oder Dekorteile.

Nach Ansicht beider Partner bieten die bislang vielversprechenden Ergebnisse Spielraum für weitere Entwicklungen: „Unsere Techniker sind seit Anfang des Jahres vor Ort bei Alutec, um die Weiterentwicklung des Verfahrens voranzutreiben“, erklärt Heatform-Geschäftsführer Karl Kipry. „Unsere vorhandene zertifizierte Infrastruktur für die Serienfertigung mit den Bereichen Simulation, Konstruktion, Werkzeugbau, Wärmebehandlung, mechanische Bearbeitung und Messtechnik ermöglicht es uns – in kürzester Zeit – Erstmuster zu liefern, die dann in die Serienfertigung überführt werden“, ergänzt Stefan Kretz, Geschäftsführer bei Alutec.

Beide Kooperationspartner werden erstmalig ihr gemeinsames Angebot auf der Messe Tube in Düsseldorf vom 12. bis 16. April 2010 in Halle 6 auf Stand D35 präsentieren. Da viele Hersteller, unter anderem in der Automobilindustrie, auf der Suche nach neuen Lösungen und Bearbeitungswegen sind, dürfte die Messepräsentation auf großes Interesse in der Branche stoßen.

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