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Absicherung einer Schwenkbiegemaschine – praxisgerechte und anwenderfreundliche Sicherheit

| Autor/ Redakteur: Götz Fiessler / Frauke Finus

Was Bleche biegen kann, kann auch Finger biegen. Das letzteres schmerzhaft ist, ist selbstredend. Um Bediener von Schwenkbiegemaschinen vor solchen Arbeitsunfällen zu schützen, helfen Schwenkbiegesicherheitssysteme von Fiessler Elektronik. Ein dreidimensionales Laser-Schutzfeld sichert den Klemmbereich ab.

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Bei Jorns aus Lotzwil und ...
Bei Jorns aus Lotzwil und ...
( Fiessler )

Bei der Arbeit mit Schwenkbiegemaschinen legt der Bediener das Werkstück auf den Tisch der Maschine und führt durch das Betätigen des Fußpedals die Klemmbewegung des Blechteils aus. Nachdem das Blech fest zwischen Ober- und Unterwange geklemmt ist, erfolgt die eigentliche Biegung (Kantung) durch das Hochschwenken der Biegewange. Je nach durchgeführtem Schwenkradius werden unterschiedliche Biegewinkel erreicht. Zusätzlich ist bei Dünnblechschwenkbiegemaschinen häufig eine Schneideeinrichtung angebracht, mit der das Werkstück auf die benötigte Breite abgeschnitten werden kann.

Die Bedienung der Maschine stellt für den Bediener ohne eine geeignete Sicherheitseinrichtung ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar. Beim Einlegen der Blechteile zwischen Ober- und Unterwange und dem nachfolgenden Zufahren bis auf den Klemmpunkt können Finger oder Hände massiv gequetscht werden. Eine irreversible Verletzung mit Langzeitbeeinträchtigung für den Bediener kann daraus folgen. Eine ähnliche Gefahr besteht durch die Schneideeinrichtung. Entsprechend der Europäischen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die lautet „Maschinen dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen...entsprechen und... die Sicherheit und Gesundheit von Personen ...während des gesamten Lebenszyklusnicht gefährden“ muss der Maschinenbauer nach einer durchgeführten Risikoanalyse, geeignete Maßnahmen ergreifen, um das zu erwartende Risiko durch geeignete Maßnahmen so zu verringern, dass die Sicherheit und Gesundheit von Personen nicht gefährdet ist. Ähnliches gilt für den Betreiber der Maschine. Nach der Betriebssicherheitsverordnung hat „der Arbeitgeber ...die ... erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit den Beschäftigten nur Arbeitsmittel bereitgestellt werden, die für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sind und bei deren bestimmungsgemäßer Benutzung Sicherheit und Gesundheitsschutz gewährleistet sind.“ ( siehe 2006/42/EG) Dabei ist sowohl für den Maschinenbauer als auch für den Maschinenbetreiber der aktuelle Stand der Technik für die Auslegung der Sicherheitseinrichtung ausschlaggebend.

Dreidimensionales Laser-Schutzfeld sichert Klemmbereich ab

Damit die Schwenkbiegemaschinen der beiden Hersteller von Jorns aus Lotzwil und Lobema aus Truggen den Anforderungen aus der Maschinenrichtlinie gerecht werden, haben sie sich für den Einsatz des Sicherheitssystems Akas SBMA entschieden. Das Schwenkbiegesicherheitssystem Akas SBMA zeichnet sich durch ein dreidimensionales Laser-Schutzfeld aus. Dieses sichert den Klemmbereich ab.

Ein Schließen der Maschine ist ohne Zwischenstopp sicher möglich. Dabei bleiben beide Hände frei für die Materialhandhabung, auch dicht an der Biegelinie. Es müssen somit keine Kompromisse bezüglich der Sicherheit eingegangen werden. Befindet sich jedoch eine Hand oder Finger während der Schließbewegung im Detektionsfeld , wird die Bewegung sofort gestoppt oder kann erst gar nicht eingeleitet werden. Damit wird das Quetschen von Hand oder Finger verhindert. Werden kastenförmige Teile bearbeitet, kann durch die Anwahl der Kastenbiegefunktion ebenfalls ein Schließen ohne Zwischenstopp durchgeführt werden. Durch das verwendete Laserlicht und dessen Parallelität bietet dieses Sicherheitssystem auch bei reflektierenden Materialien, wie zum Beispiel Edelstahlblechen oder auch Bleche mit einem Ölfilm auf der Oberfläche, absoluten Schutz. Neben dem optischen Schutz zur Verhinderung von Verletzungen der Finger oder Hände, beinhaltet das eingesetzte Sicherheitssystem Akas SBMA von Fiessler Elektronik auch die Überwachung der gesamten Sicherheitsfunktionen. Die integrierte Kompaktsicherheitssteuerung überwacht sämtlich Not-Aus-Funktionen, das eingesetzte Sicherheitsfusspedal, die Rückführkreise der Stellgliede als auch die Schleichganggeschwindigkeit. Weitere sonst benötigte Sicherheitssteuerkomponenten entfallen bei dieser Lösung. Die Reaktionszeit von nur 1,5 ms im Worst-Case-Fall erlaubt einen sehr kurzen Übergang zwischen Eilgangs- und Arbeitsgeschwindigkeit. Somit kann die Oberwange ohne Zwischenstopp um bis zu einem minimalen Übergangspunkt inm Eilgang zur Klemmung des Bleches zugefahren werden. Eine systembedingte Geschwindigkeitsbegrenzung ist nicht notwendig.

Für die Absicherung der Schneideanlage kommt ebenfalls ein dreidimensionales Laser - Sicherheitsschutzfeld zum Einsatz. Dieses schützt den Bediener vor und während der gefährlichen Schneidebewegung. Sollte sich der Bediener mit Fingern oder Händen im gefährlichen Bereich der Schneidebewegung befinden, so wird die Bewegung erst gar nicht eingeleitet oder es erfolgt ein sofortiger Stopp der Schneideeinrichtung. Durch dieses Sicherheitskonzept kann sowohl den Anforderungen des Betreibers an eine sichere Maschine, als auch den gesetzlichen Vorgaben der Maschinenrichtlinie Rechnung getragen werden.

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