Anlagenbauer hilft Forschung Alotec Dresden baut WAAM-Anlage mit zwei kollaborierenden Robotern

Quelle: Alotec 2 min Lesedauer

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Zwei Roboter, 16 synchronisierte Achsen, ein Werkstück! Für die BTU Cottbus-Senftenberg hat Alotec Dresden nun eine spezielle Anlage für die additive Fertigung mittels WAAM gebaut ...

Hier sieht man, wie an der BTU Cottbus-Senftenberg ein Metallbauteil additiv hergestellt wird. Das geschieht über eine besondere WAAM-Anlage von Alotec Dresden, bei der zwei Roboter zusammenarbeiten. WAAM heißt übrigens Wire Arc Additive Manufacturing. Hier mehr dazu ...(Bild:  Alotec)
Hier sieht man, wie an der BTU Cottbus-Senftenberg ein Metallbauteil additiv hergestellt wird. Das geschieht über eine besondere WAAM-Anlage von Alotec Dresden, bei der zwei Roboter zusammenarbeiten. WAAM heißt übrigens Wire Arc Additive Manufacturing. Hier mehr dazu ...
(Bild: Alotec)

Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) bezeichnet ein drahtbasiertes Verfahren der additiven Fertigung. Das Verfahren gilt als eines der vielversprechendsten, um große Metallbauteile schnell und materialsparend Schicht für Schicht aufzubauen oder sie gezielt zu beschichten. Damit auch Hochschulen neue Prozesse und Anwendungen dafür erforschen können, braucht es eine flexible, leistungsfähige Anlagenplattform. Eine solche hat die Alotec Dresden GmbH für das Fachgebiet Füge- und Schweißtechnik der BTU Cottbus-Senftenberg gebaut. Eingesetzt wird die Anlage am Fachgebiet Füge- und Schweißtechnik – einem Partner im Forschungscluster „SpreeTec neXt“. Das Cluster entwickelt neue Fertigungsmöglichkeiten für die dezentrale Energietechnik und ist zugleich ein Baustein des Strukturwandels in der Lausitz. Denn in der vom Braunkohle-Bergbau geprägten Region sollen aus den traditionellen Branchen der Produktion und Lohnfertigung heraus Zukunftstechnologien wachsen. Die additive Fertigung mittels WAAM passt genau in dieses Bild. Sie ist ressourcenschonend, flexibel und schafft Komponenten, die schon nahe an der realen Bauteilform dran sind. Dazu erforschen die Experten auch neue Prozesse und Anwendungen in der additiven Fertigung und im Beschichtungsbereich.

Das sind die technischen Finessen der WAAM-Anlage

Das Herzstück der stationären WAAM-Anlage sind 16 synchronisierte Achsen. Zwei kollaborierende 6-Achs-Roboter vom Typ KR120 R3100 mit 3.100 Millimeter Reichweite und 120 Kilogramm Belastbarkeit werden dazu über KRC Robotstar gesteuert. Sie arbeiten dann gemeinsam am Aufbau eines Bauteils. Ergänzt wird das Ganze durch zwei Lineareinheiten und einen Dreh-Kipp-Tisch. Möglich macht das Zusammenspiel ein „Master Slave“-Prinzip: Ein Roboter gibt die Bewegung vor, der zweite folgt exakt darauf abgestimmt. So lassen sich auch komplexe, großvolumige Geometrien in einem Aufbau bearbeiten, was mit zwei Brennern gleichzeitig und entsprechend höherer Produktivität geschieht. Ausgestattet ist die Anlage auch mit modernster Technik vom Schweißsystemspezialisten Fronius. Dazue gehören zwei „iWave“-Systeme sowie ein „TPS/i Twin“-System mit den Prozessen PMC (Pulse Multi Control) und CMT (Cold Metal Transfer). Die „iWave“-Systeme stehen dabei für automatisiertes Schweißen im Metall-3D-Druck. Sie ermöglichen eine schnelle, günstige und präzise Bauteilfertigung. Das „TPS/i Twin“-System arbeitet außerdem mit zwei Drahtzuführungen und zwei Stromquellen gleichzeitig. So erreicht es deutlich höhere Auftragsraten, was ideal für großvolumige Bauteile und einen schnellen Schichtaufbau ist.

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