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Ulma / Dinse

Aluminiumdraht schön schweißen dank Drahtvorschub

| Autor/ Redakteur: Saskia Schmidt / Frauke Finus

Beim Schweißen von Aluminium ist die punktgenaue Förderung des Schweißdrahts sehr wichtig, denn mit ihr steht und fällt das spätere Schweißergebnis. Elektronisch gekoppelte Antriebe im Drahtvorschub und an der Schweißpistole helfen dabei.

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Ulma Construction ist spezialisiert auf Baugerüste und Betonschalungen.
Ulma Construction ist spezialisiert auf Baugerüste und Betonschalungen.
( Bild: Ulma )

Die spanische Ulma Construction entwickelt und produziert serienmäßig hergestellte Systeme im Bereich Baugerüste und Betonschalungen und ist Teil der Ulma-Gruppe. Das Unternehmen bietet komplette Lösungen für Verschalungen, Stützsysteme, Halterungen und Gerüststrukturen für den Hoch- und Tiefbau. Die vom Markt geforderten Produktionsprozesse verlangen von Ulma hinsichtlich der Schweißungen eine große Diversität.

Seit mehr als zehn Jahren hat Ulma Construction Schweißbrenner von Dinse für verschiedene Prozesse im Bereich Baustahl und Aluminium erfolgreich im Einsatz. Beim Schweißen von Aluminium an Roboteranlagen sind Push-Pull-Systeme für die punktgenaue Förderung des Schweißdrahts von elementarer Wichtigkeit. Nur so kann der Zusatzwerkstoff mit höchster Präzision transportiert werden. Die zuverlässige Drahtzufuhr hat einen enormen Einfluss auf das spätere Ergebnis. Hier setzt das spanische Unternehmen auf den 4-Rollen Antrieb DIX FD 200M von Dinse. Die elektronisch gekoppelten Antriebe im Drahtvorschub und direkt an der Schweißpistole sorgen dafür, dass der Zusatzwerkstoff reproduzierbar durch die Garnitur geführt wird. Auf diese Weise werden speziell weiche und empfindliche Drähte vor dem Ausknicken bewahrt. Damit sind ein stabiler Lichtbogen und ein reibungsloser Produktionsablauf sicher gestellt. Mit seinen 1,65 kg ist der FD 200 M ein Leichtgewicht und kann auch an Robotermodellen mit geringer Traglast eingesetzt werden.

Optisch überzeugende Nähte mit regelmäßiger Nahtschuppung

Kompakte Abmessungen ermöglichen einen hervorragenden Zugang auch bei komplizierten Geometrien. „Die Kombination des DIX FD 200 und der Dinse-Schweißpistole bietet uns neben der sehr präzisen und zuverlässigen Zufuhr des Aluminiumdrahts noch weitere Vorteile: Die Kühlung ist durch das Zweikreis-Kühlsystem effektiv und sichert eine lange Standzeit ohne kostspielige Produktionsstopps. Diese Faktoren ermöglichen uns einen stabilen Prozesses“, erläutert Gorka Elío, Schweißfachmann bei Ulma.

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Aufgrund der guten Erfahrungswerte mit Dinse und dem lokalen Händler Tot Garais, entschied man sich zur Komplettierung der Anlagen für die flüssig gekühlten Stromquellen DIX PI 500. Sie kommen bei Ulma sowohl auf konventionellen als auch auf Hohlwellen-Robotern zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil: Das bereits vorhandene Schweißbrenner-Equipment konnte weiter verwendet werden.

Hohe Anforderungen an die Qualität und Optik von Schweiß- und Lötnähten erfordern angepasste Prozesse. Sehr gute Erfahrung machte Ulma mit Power Puls. Bei diesem Sonderprozess sind zwei Drahtvorschubgeschwindigkeiten mit frei wählbarer Frequenz periodisch wechselbar. Durch den Wechsel zwischen hohem und niedrigem Energieeintrag entsteht ein einfach zu kontrollierendes Schweißbad. Dadurch kann besonders bei Aluminium Porenbildung reduziert werden. Darüber hinaus ermöglicht Power Puls optisch überzeugende Nähte mit regelmäßiger Nahtschuppung.

Schnell und einfach zwischen Aluminium und Baustahl wechseln

Jeder Produktionsprozess hat eine individuelle Anforderung an das Schweißverfahren. Für die Experten von Ulma war deshalb der schnelle und einfache Wechsel zwischen Schweißen von Aluminium und Baustahl ein erklärtes Anliegen. Man war aber nicht gewillt, für jede Art von Anwendung eine eigene Schweißausrüstung bereit zu stellen. Die DIX PI kam den Ansprüchen mit ihren standardmäßig integrierten Sonderprozessen RMT, Power Puls, CMA entgegen. Das spanische Unternehmen kann so viele Materialien in großen Chargen und in kurzer Produktionszeit liefern.

„Wir haben im Vorfeld zahlreiche Brennersysteme getestet und wieder verworfen. Die Gründe waren schlechte Kühlleistung, unpräzise Drahtförderung und Schwierigkeiten bei der Bauteilzugänglichkeit. Dinse bot uns eine sehr gute Kühlleistung bei den Brennern, eine absolut stabile Drahtführung und in einigen Fällen Sonderteile, die es uns erlaubten, die schwierigen Schweißbereiche zu erreichen. Auch die Schutzgasabdeckung war deutlich besser als bei Vergleichsprodukten. Mit den DIX PI Stromquellen haben wir für jeden Produktionsabschnitt die richtige Technologie“, erklärt Elío.

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