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Widerstandspunktschweißen

Aluminiumteile für Fahrzeug-Türrahmen mit Deltaspot effektiv punkten

| Autor/ Redakteur: Marion Rauch / Stefanie Michel

Aluminium lässt sich mit dem konventionellen Widerstandspunktschweißen nur eingeschränkt fügen. Mit Deltaspot, dem Widerstandspunktschweißverfahren mit umlaufenden Prozessbändern, kommt jedoch eine eine alternative Version zum Einsatz. Damit können Teile aus beschichtetem Aluminiumdruckguss und -blech an Fahrzeug-Türrahmen effektiv und sicher verbunden werden.

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Im Takt von etwa 100 Sekunden schweißen die Experten bei GF pro Fahrzeugtür 16 Punkte von exakt je 5 mm im Durchmesser.
Im Takt von etwa 100 Sekunden schweißen die Experten bei GF pro Fahrzeugtür 16 Punkte von exakt je 5 mm im Durchmesser.
( Bild: Fronius )

Beim konventionellen Punkten von Aluminium stehen häufig qualitäts- und prozessbezogene Hindernisse im Weg. Der Automobilzulieferer Georg Fischer Automotive am österreichischen Standort Altenmarkt hat dennoch dieses Verfahren für Verbindungen an Fahrzeug-Türrahmen gewählt – allerdings die alternative Version Deltaspot.

Mehrere Verfahren zum Fügen von 2-mm-Blech auf 3 mm dicken Rahmen untersucht

Wie Alois Edtbauer, Facheinkäufer für Gießereiausstattung und -material bei Georg Fischer Automotive, erklärt, werden dort am Standort Aluminium- und Magnesium-Druckgießen eingesetzt. Es entstehen Strukturbauteile wie Federbeinaufnahmen, Fenster- und Türrahmen. Mit einer besonderen Lösung hat das Unternehmen neue Wege beschritten: Das Fügen eines Versteifungsblechs aus einem Aluminiumwerkstoff auf einen Türrahmen aus Aluminiumdruckguss.

Um das 2 mm dicke Blech auf den etwa 3 mm dicken Rahmen von vier Fahrzeugtüren für den Porsche Panamera zu fügen, wurden mehrere Fügeverfahren auf ihre Eignung und ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht. „Zur Auswahl standen das konventionelle Widerstandspunktschweißen, das Rührreibschweißen, das Clinchen, das Stanznieten mit Vollnieten sowie ein Klebeprozess in Kombination mit einem Punktschweißverfahren. Hinzu kam Deltaspot, ein von Fronius entwickeltes, spezielles Widerstandspunktschweißverfahren“, berichtet Wolfgang Hintsteiner, Ingenieur sowie Leiter Beschichtung bei Georg Fischer Automotive.

Bei Deltaspot ist der Wärmeeintrag in die Fügestelle regelbar

Nachdem aufgrund der ersten Untersuchungsergebnisse bereits das herkömmliche Widerstandspunktschweißen sowie das Nieten, Kleben und Clinchen aus fertigungsökonomischen oder prozesstechnischen Gründen entfallen waren, blieben zum einen das Rührreibschweißen, zum anderen das Widerstandspunktschweißen mit Deltaspot. Das Deltaspot-Verfahren von Fronius ist durch ein Prozessband gekennzeichnet, das den direkten Kontakt zwischen Elektrode und Werkstück unterbindet, aber ihn indirekt vermittelt. Es hilft den Elektrodenverschleiß drastisch zu reduzieren und macht den Wärmeeintrag in die Fügestelle regel- bzw. optimierbar.

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