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Personaldienstleistungen

Arbeitskräftemangel auch in der Zeitarbeit angekommen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Im Boom wie in der Krise hat sich in der Industrie der Einsatz von Zeitarbeitskräften bewährt. Doch auch sie werden im Aufschwung knapp. Die Personaldienstleister setzen auf neue Rekrutierungswege und die Weiterbildung gering qualifizierter Arbeitnehmer.

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Traditionelle Rekrutierungswege wie Printmedien und Aushänge haben für Zeitarbeitsunternehmen im Vergleich zu Social Media immer noch eine große Bedeutung. (Bild: Randstad)
Traditionelle Rekrutierungswege wie Printmedien und Aushänge haben für Zeitarbeitsunternehmen im Vergleich zu Social Media immer noch eine große Bedeutung. (Bild: Randstad)

Den Firmen gehen die Mitarbeiter aus: Knapp drei Millionen Arbeitskräfte sollen laut einer Studie der Prognos AG bis zum Jahr 2015 fehlen. Der Engpass bezieht sich dabei nicht nur auf hoch Qualifizierte und Fachkräfte.

Selbst weniger Qualifizierte werden zur Mangelware

Auch Arbeitskräfte, die unterstützend und zumeist ohne qualifizierte Berufsausbildung tätig sind, werden Mangelware, und zwar jetzt schon. Das sagt Oliver Repp, Geschäftsführer des Zeitarbeit-Job-Netzwerks, eines Verbunds von Stellenportalen, die jeweils die Jobangebote von Personaldienstleistern eines Bundeslands widerspiegeln.

Der Arbeitskräftemangel ist also auch in der Zeitarbeitsbranche angekommen. Mit neuen Rekrutierungswegen und einer umfassenden Qualifizierungsoffensive wollen die Personaldienstleister nun sicherstellen, dass sie die steigende Nachfrage nach Mitarbeitern auch künftig decken können.

Härtere Einstellungstests sollen zudem dafür sorgen, dass Mitarbeiter und Kundenunternehmen passgenauer zusammenkommen.

Traditionelle Rekrutierungswege behalten ihre Bedeutung

Aufwendig betreiben die meisten großen Dienstleister die Suche nach neuen Mitarbeitern. Traditionelle Rekrutierungswege wie die Kooperation mit den Arbeitsagenturen, Printmedien und Stellenbörsen im Internet haben bei Manpower, dem drittgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmen, immer noch eine große Bedeutung.

„Starke Kontakte knüpfen wir aber auch über die Social-Media-Plattformen, Twitter und Facebook“, erklärt Marcel J. Pelzer, Direktor für Arbeitsmarktpolitik bei Manpower. Seit vergangenem Jahr läuft zudem sehr erfolgreich die Aktion „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“. Sie sei ein deutlicher Gradmesser für die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter, sagt Pelzer.

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