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Bearbeitungszentrum Aufsatzachse mit sechs Spindeln bringt Bearbeitungszentren in Schwung

| Redakteur: Peter Königsreuther

Hofmann Mess- und Teiltechnik, ein Unternehmen der Müller-Gruppe, präsentiert mit einer sechsspindligen Aufsatzachse eine Möglichkeit, um die Produktivität von Bearbeitungszentren aller Art zu steigern. In einer Anlage von Heller stellt das System jetzt seine Tauglichkeit unter Beweis.

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(Bild: Hofmann)

Durch die Erweiterung mit einer Hofmann-Aufsatzachse kann jetzt die Produktivität von Bearbeitungszentren unterschiedlichster Hersteller deutlich gesteigert werden, wie Hofmann berichtet. Ein aktuelles Projekt, bei das Hofmann-System seine Kompetenz unter Beweis stellt, ist die Kombination einer sechsspindligen Rwnc-160/6- Aufsatzachse mit einem MC 5000 Bearbeitungszentrum von Heller.

Dank Aufsatzachse sechs Werkstücke parallel in einem Bearbeitungszentrum aufspannen

Wie der Hersteller sagt, ist es mit der Aufsatzachse gelungen, die Werkzeugwechselzeiten drastisch zu reduzieren. Bei der Bearbeitung von Gleichteilen etwa, konnte die Wechselzeit um 40 % verringert werden, wie es weiter heißt.

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Möglich werde dies durch den Vorteil, parallel gleich sechs Werkstücke aufspannen zu können. Das halbe Duzend Gleichteile, lässt sich dann nacheinander im aktuell anstehenden Arbeitsgang mit dem entsprechenden Werkzeugtyp bearbeiten. Bei dieser Aufsatzachse könnten außerdem unterschiedlichste Spannsysteme verwendet werden, was die Rwnc-160/6 zu einem flexiblen System machen soll.

Fünf zusätzliche Spindeln erhöhen die Produktivität von Bearbeitungszentren

Zu ihren Besonderheiten gehören die sechs Arbeitsspindeln, welche simultan über einen Antriebsmotor angetrieben werden, wie Hofmann betont. Bei normalen Aufsatzachsen gebe es in der Regel nur eine.

Mithilfe seitlicher Verstärkungsrippen ist die Konstruktion stabil und steif ausgelegt. Aus den bereits erhältlichen Standardgeräten von Hofmann seien bewährte und zuverlässige Komponenten wie Schneckenantriebe und Lagerungen in das neue Konzept eingeflossen.

Dem Endkunden bietet diese Sonderlösung folgende Vorteile: So ist nicht nur ein vielfältiges Angebot von standardisierten Werkstückspannsystemen einsetzbar, sondern es können auch kundeneigene Werkstückaufnahmen verwendet werden. Zudem benötigt das Achsensystem nur eine Servomotor, der alle sechs Werkstückspindeln besonders energiesparend antreibt, sagt der Hersteller.

Werkzeugmaschinen schnell und einfach anpassen

Die besondere Stabilität der Aufsatzachse ermögliche es außerdem, mit vergleichsweise hohen Schnittdaten zu fertigen, was die Leistungsfähigkeit des Systems aus Maschine und Sonderlösung weiter erhöht. Die Mehrseitenbearbeitung kann laut Hofmann in einer Aufspannung erfolgen, weshalb kein Umspannen des Werkstücks notwendig ist. Auch die Nebenzeiten ließen sich reduzieren, wodurch ein weiterer Kostenfaktor verkleinert werde. Über die Vorteile einer Mehrseitenbearbeitung hinaus, stellt die Rwnc-160/6 eine flexible Erweiterung für viele bestehende Maschinenkonzepte dar, ergänzt der Hersteller. Durch ihren gleichermaßen schnell wie einfach durchführbare An- und Abbau kann die Werkzeugmaschinen jederzeit für die aktuelle Fertigungsplanung vorbereitet werden, wie Hofmann berichtet.

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