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Prozessüberwachung

Automatische Überwachungssysteme erlauben das Fertigen auf der sicheren Seite

| Autor/ Redakteur: Wolfgang Fili /

Prozesssicheres Fertigen in der gewünschten Qualität rund um die Uhr, sei es beaufsichtigt oder mannarm, erfordert entsprechend leistungsfähige Werkzeugmaschinen und automatische Überwachungssysteme.

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Werkzeugüberwachungssysteme wie der Tastkopf Z-Nano verhindern Schäden an Werkzeugen und Werkstücken. Dies sichert nicht nur den Prozess, sondern reduziert auch die Folgekosten für Ausschuss, Nacharbeit und Maschinendefekte. Bild: Blum-Novotest
Werkzeugüberwachungssysteme wie der Tastkopf Z-Nano verhindern Schäden an Werkzeugen und Werkstücken. Dies sichert nicht nur den Prozess, sondern reduziert auch die Folgekosten für Ausschuss, Nacharbeit und Maschinendefekte. Bild: Blum-Novotest
( Archiv: Vogel Business Media )

„Im Kern dreht sich alles lediglich darum, maßhaltige Werkstücke herzustellen“, betont Klaus Nordmann, Geschäftsführer der Nordmann GmbH + Co. in Hürth. Dazu setzt sein auf prozessbegleitende Überwachung spezialisiertes Unternehmen einerseits geometrisch messende Aufnehmer auf Basis berührungsloser Werkstücklängentaster und berührender Wegaufnehmer ein. Andererseits werden aber auch die Achsen der Werkzeugmaschine gesteuert, um höhere Bearbeitungsgenauigkeit zu erzielen.

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„Dazu wird die Position der Schneide vor der Werkstückbearbeitung relativ zur Werkstückspannstelle gemessen, indem man das Reibungsgeräusch der rotierenden Schneide, sei es nun Fräser oder Schleifscheibe, an einem Referenzdiamanten mit einer Toleranz von 1 µm erfasst“, erläutert Nordmann. Des Weiteren könne das verbliebene Aufmaß gemessen werden mit der Schneide selbst, auch auf Basis des Reibungsgeräusches zwischen Schneide und Werkstück.

Werkzeugzustandskontrolle erfolgt prozessbegleitend

„Was den Werkzeugzustand selbst betrifft“, so Nordmann, „erfassen wir die Messgrößen Wirkleistung, Strom, Körperschall, Luftschall, Kraft, Druck, Drehmoment, Dehnung, Abstand, Weg, Wärmestrahlung und Funkenflug. Die Kontrolle erfolgt meistens prozessbegleitend, teilweise auch nach dem Prozess.“ Die Messwerte der Sensoren werden dabei von einem universellen Tool Monitor überwacht.

Die Hüllkurven können sich bei Bedarf ständig an schleichende Messwert-Veränderungen anpassen, etwa in Mehrspindelbohrköpfen durch den Bruch einzelner Bohrer, die von einem gemeinsamen Motor angetrieben werden, erklärt Nordmann.

Maschineninterne Messtechnik ergänzt klassische Fertigungsmesstechnik

„Bei typischen Zerspanungsprozessen wie auf unseren Maschinen sind es immer noch die geometrischen Merkmale sowie Oberflächenspezifikationen wie Rautiefe und Drall, die eingehalten werden müssen“, sagt Andreas Mootz, Geschäftsführer der Saalacher Werkzeugmaschinenbaugruppe Emag. „Für uns sind deshalb klassische Geräte der Fertigungsmesstechnik, die im Messraum zu finden sind, wichtige Hilfsmittel, die durch maschineninterne Messtechnik ergänzt werden.“

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