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AP&T Automatisierung vorhandener Pressenanlagen erhöht Produktionszahlen

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Nissan hat im englischen Sunderland vorhandene Pressenanlagen mit Unterstützung der AP&T Automation, Pressen & Werkzeuge Vertriebs-GmbH aus Burbach automatisiert. Die Produktionskapazität soll so auf etwa 900.000 Karosserieteile pro Jahr gesteigert werden. AP&T hat dafür eine schlüsselfertige Lösung mit unter anderem einer Automationsanlage für den Werkzeugwechsel geliefert.

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Durch den Umbau wurde der Pressentakt in der Produktionsanlage von Nissan um 45 % verbessert. Fünf Pressen der Tandemanlage wurden auf vier reduziert und mit einer neuen Automationsanlage von AP&T ausgestattet.
Durch den Umbau wurde der Pressentakt in der Produktionsanlage von Nissan um 45 % verbessert. Fünf Pressen der Tandemanlage wurden auf vier reduziert und mit einer neuen Automationsanlage von AP&T ausgestattet.
(Bild: AP&T )

Das Nissan-Werk in Sunderland ist mit einer Jahresproduktion von rund einer halben Million Fahrzeugen pro Jahr einer der größeren Autohersteller in Europa. Seit dem Bau des Werkes Ende der 1980er Jahre hat die Produktion stark zugenommen. Zur Anpassung an die steigende Nachfrage hat die Werkleitung im Jahr 2012 beschlossen, auf eine Erhöhung der Kapazität im eigenen Presswerk zu zielen, damit das Unternehmen auch in Zukunft weiter wachsen kann.

Schon das zweite Projekt der beiden Partner

Dabei stand man vor der Alternative, Nissans eigenen Prozess zu modernisieren oder Karosseriebauteile zu erheblich höheren Kosten von Zulieferern zu kaufen. Da sich die Pressen der verwendeten Tandemanlage in einem guten Zustand befanden, hat sich das Unternehmen entschieden diese zu behalten und mit einer neuen Automationsanlage auszustatten. Etwa zeitgleich arbeitete das Werk von Nissan bereits bei einem anderen Automatisierungsprojekt mit AP&T zusammen. Ziel des Projekts Autoloader war, die Herstellung von kleineren Karosseriebauteilen effektiver zu gestalten. Nach Angaben von AP&T hat sich Nissan aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit bei diesem Projekt auch für die Automatisierung der vorhandenen Pressanlagen an AP&T gewandt.

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Kürzere Taktzeiten und schnellere Werkzeugwechsel

Die Automatisierungslösung sei darauf hinaus gelaufen, die ursprünglich fünf Pressen der Tandemanlage auf vier zu reduzieren. Zusammen mit einem Platinenlader und zehn Speed Feedern bilden sie laut AP&T jetzt eine voll integrierte Anlage mit hoher Leistung, die zur Herstellung von Blechbauteilen zum Beispiel für Türen, Dachteile und Heckklappen eingesetzt wird. Der Pressentakt sei im Vergleich zum früher manuellen Betrieb um 45 % gesteigert worden, wobei es noch weiteres Verbesserungspotenzial gebe. Die gesamte Zykluszeit wurde dank einer weniger komplexen Werkzeugkonstruktion ebenfalls verkürzt, heißt es weiter. Mit einer Automationsanlage zum Wechsel von Werkzeugen und Greifern konnte die Rüstzeiten halbiert werden. Auch der Schallpegel wurde erheblich gesenkt, was sich positiv auf das Arbeitsumfeld auswirkt, so AP&T.

„Dank des gegenseitigen Erfahrungsaustauschs haben wir eine Beziehung aufgebaut, die auch für die Zukunft neue Möglichkeiten eröffnet“, freut sich Martin Sahlman, Product Manager Automation Systems bei AP&T.

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