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Einpressbolzen

Automobilzulieferer Hetal-Werke prüft Arnolds ATP-Bolzen

| Redakteur: Stéphane Itasse

Angesichts des Trends zur Leichtbauweise in der Automobilindustrie beschäftigt sich die Automotivesparte der Alpirsbacher Hetal-Werke mit Alternativen zu den konventionellen Verbindungstechniken. Anstelle der bisher verwendeten Schweißbolzen sollen die Einpressbolzen ATP Tripress von Arnold Umformtechnik, Forchtenberg-Ernsbach, zum Einsatz kommen.

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Die Tripress-Einpressbolzen von Arnold Umformtechnik können in Kunststoffe und Leichtmetall eingepresst werden. Bild: Arnold Umformtechnik
Die Tripress-Einpressbolzen von Arnold Umformtechnik können in Kunststoffe und Leichtmetall eingepresst werden. Bild: Arnold Umformtechnik
( Archiv: Vogel Business Media )

Dieser Einpressbolzen entspricht dem Anforderungsprofil der Spezialisten für kinematische Unterbaugruppen und Scharniere im PKW-Sitzbereich in vollem Umfang, wie Arnold Umformtechnik mitteilt. „Der zu erwartende Einsatz leichter Werkstoffe wie Magnesium, Faserverbundstoffe wie Carbon oder hochfester Stähle im Automobilbau erfordert Verbindungslösungen, die im Idealfall bessere Verbindungsqualität bei geringeren Kosten liefern“, sagt Reinhard Gruber, Vertriebsleiter der Automotivesparte der Alpirsbacher Hetal-Werke.

Einpressbolzen bietet bessere Verbindungsqualität und niedrigere Kosten

Der dreieckförmige Einpressbolzen Arnold-Tripress schafft diesen Kosten-/Nutzen-Spagat. Dabei handelt es sich um ein polygonförmiges Schnellbindersystem, das in Kunststoffe und Leichtmetalle eingepresst werden kann.

Die Kostenreduktion wird über den Prozess realisiert. Die Anzahl der Fertigungsschritte wird gegenüber der Schweißvariante radikal verringert und die Durchlaufzeiten verkürzt. Der dreieckförmige Schaft und der achsparallele Rändel ermöglicht eine hohe Verdrehsicherheit der unlösbaren Verbindung, zum Beispiel bei Sitzschienenadaptern. Umlaufende Sperrrillen auf dem Schaft gewährleisten eine hohe Auszugsfestigkeit.

Einpressbolzen senkt Kosten für Materialprüfungen um 50%

Der Verzicht auf thermische Belastungen, die bei der Schweißvariante entstehen, verringert den Aufwand für Materialprüfungen und entlastet allein diese Kostenposition um rund 50%. Umweltbelastungen wie Geräusche oder Dämpfe entfallen ebenso wie die damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Zusätzlich wird der Ausschuss in der Produktion auf Grund der rein mechanischen Bearbeitung gesenkt.

Erfahrungen beim Einsatz dieser Einpressbolzen weisen Kostenreduktionspotenziale von rund 80% im Vergleich zu Schweißbolzen nach. Gleichzeitig wächst die Qualität der Verbindung und erlaubt die schnelle und wirtschaftliche Montage unterschiedlicher Werkstoffe.

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