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Schaltschränke/Maschinenverkleidungen

Bader Unternehmensgruppe übernimmt insolvente Alvo Metalltechnik

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Bader-Unternehmensgruppe, Senden, hat den Ende Mai 2009 in Insolvenz geratenen Wettbewerber Alvo Metalltechnik GmbH mit Standorten in Schorndorf und Wachau übernommen. Damit erweitert Bader sein Produktportfolio um Großkabinen sowie Galerien für Druckmaschinen, wie das Unternehmen jetzt mitteilt. Zudem habe sich Bader umstrukturiert und positioniere sich mit sechs Bereichen am Markt.

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Der jüngste Coup der beiden Bader-Geschäftsführer Anton Seitz und Karl Schmidberger: Die Übernahme der insolventen Alvo Metalltechnik. Bild: Bader
Der jüngste Coup der beiden Bader-Geschäftsführer Anton Seitz und Karl Schmidberger: Die Übernahme der insolventen Alvo Metalltechnik. Bild: Bader
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Übernahme und Integration von Alvo setzt Bader seine Expansionsstrategie fort. Das ehemalige Familienunternehmen wurde 2006 mehrheitlich von einer Beteiligungsgesellschaft übernommen. Im Einzelnen tritt Bader künftig mit den Segmenten Großkabinen, Kompaktkabinen, Schaltschränke und Bedienpulte, Klemmenkästen, Sondergehäuse sowie Spezialanfertigungen auf.

Mitarbeiter von Bader und Alvo bleiben

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Maschinenbau habe sich Bader entschieden, das Stammpersonal von Alvo und Bader zu halten und alle Fertigungsstandorte weiterzuführen. Die Anforderungen aus den sechs Kernkompetenzbereichen werden nun im nächsten Schritt mit den Fertigungskompetenzen der nunmehr fünf Standorte abgeglichen und optimiert.

Auf der Produktebene sollen die Marken Bader und Alvo weitergeführt werden, sagt Geschäftsführer Anton Seitz. Potenziale für weiteres Wachstum sieht das Unternehmen vor allem auch in der Stärkung seiner produktübergreifenden Leistungen.

Investitionen in Design, Engineering, Montagesysteme und Logistik geplant

Im nächsten Schritt werde verstärkt in die Bereiche Design und Engineering, Montagesysteme und Logistik investiert, um eine höhere Dienstleistungsbreite und -qualität zu bieten, kündigte Bader an. Gleichzeitig werde der Vertrieb stärker auf Branchen-Systeme geschult, um den individuellen Anforderungen kompetenter zu begegnen.

Der komplette Umstrukturierungsprozess soll nach Ansicht des Führungsteams der Geschäftsführer Karl Schmidberger und Anton Seitz bis zum Frühjahr 2010 abgeschlossen sein. Mit den Standorten Senden, Babenhausen, Pecs/Ungarn, Schorndorf und Wachau zählt die Unternehmensgruppe Bader mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von Maschinenverkleidungen und Blechgehäusen.

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