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Berthold Leibinger ist tot

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Der langjährige Trumpf-Geschäftsführer Berthold Leibinger ist am 16. Oktober 2018 nach längerer Krankheit in seiner Heimatstadt Stuttgart verstorben. Er wäre am 26. November 88 Jahre alt geworden, wie der Werkzeugmaschinenhersteller mitteilt.

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Er hat Trumpf zum Weltunternehmen gemacht: Berthold Leibinger ist jetzt kurz vor seinem 88. Geburtstag verstorben.
Er hat Trumpf zum Weltunternehmen gemacht: Berthold Leibinger ist jetzt kurz vor seinem 88. Geburtstag verstorben.
( Bild: Trumpf )

Prof. Berthold Leibinger trat nach einem Maschinenbaustudium in Stuttgart und einem zweijährigen Aufenthalt in den USA 1961 in die damals noch kleine Maschinenfabrik Trumpf ein. Für seine zahlreichen Erfindungen, die er im Sinne des Unternehmens tätigte, erhielt er Firmenanteile. Vor diesem Hintergrund wurde er 1966 zeitgleich zu seiner Funktion als Geschäftsführer auch Gesellschafter.

Unter seiner Führung entwickelte sich Trumpf zu einem der weltweit führenden Werkzeugmaschinenhersteller. Wie niemand anders erkannte Leibinger das Potenzial des Werkzeugs Licht. Er gilt als einer der Wegbereiter des Lasers in der industriellen Anwendung.

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2005 übergab der Vater von drei Kindern die Führung des Familienunternehmens an seine ältere Tochter, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller. Sein Sohn, Dr. Peter Leibinger, ist stellvertretender Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung. Seine Tochter, Prof. Regine Leibinger, arbeitet als Architektin in Berlin.

Neben seiner Tätigkeit für Trumpf nahm Berthold Leibinger zahlreiche Ämter in der deutschen Wirtschaft wahr. So gehörte er unter anderem den Aufsichtsräten der Deutschen Bank AG, der BMW AG sowie der BASF SE an, deren Vorsitz er innehatte. Er war Präsident der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und von 1990 bis 1992 Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA). Außerdem engagierte er sich auf kulturellem und sozialem Gebiet unter anderem als Vorsitzender des Freundeskreises des Deutschen Literaturarchivs Marbach e.V. und als Vorstandsvorsitzender der Internationalen Bachakademie. Er war Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU).

Die von Berthold Leibinger 1992 eingerichtete gemeinnützige Berthold-Leibinger-Stiftung widmet ihre Erträge kulturellen, wissenschaftlichen, kirchlichen und mildtätigen Zwecken. Seit dem Jahr 2000 schreibt sie den international angesehenen Berthold-Leibinger-Innovationspreis aus und vergibt überdies den jährlichen Comicbuchpreis.

„Berthold Leibinger war ein leidenschaftlicher Ingenieur und Unternehmer. Sein Wirken war immer auf das Wohl der Menschen ausgerichtet. Er war ein großes Vorbild für uns alle“, sagte Dr. Jürgen Hambrecht, Aufsichtsratsvorsitzender der Trumpf-Gruppe.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Über den Termin der öffentlichen Trauerfeier will das Unternehmen zeitnah informieren.

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