SPI

Blechdesign und Fertigung für die Zukunft

| Autor / Redakteur: Christian Burdorf / Frauke Finus

Innerhalb von nur vier Wochen konnte der Auftrag für eine Maschinenverkleidung gestemmt werden ...
Innerhalb von nur vier Wochen konnte der Auftrag für eine Maschinenverkleidung gestemmt werden ... (Bild: SPI)

Ein Firmenverbund aus Oberbayern nutzt für seine Fertigung von Kundenblechteilen eine Softwarelösung von SPI. Dadurch konnten die Prozesse beschleunigt und die bis dato umständliche manuelle Berechnung der Abwicklungen sowie die damit verbundenen Fehler bei den Berechnungen beseitigt werden.

Ein schlagkräftiges Firmennetzwerk aus dem Großraum München, die Futureblech AG aus Höhenkirchen, die Zelenka AG aus Gilching sowie die Waibl GmbH aus Brunnthal, liefert im Metallverbund Blech-, Dreh- und Frästeile: fertig pulverbeschichtet und montiert nach Kundenwunsch. Von Zelenka eigens entwickelte Produkte aus den Bereichen der Betriebseinrichtungen, Ergonomie und dem Maschinenbau haben das Unternehmen auf dem Markt bekannt gemacht. Bei Futureblech und Zelenka setzt man im CAD-CAM-Umfeld auf die Softwarekombination von Solidworks mit SPI Sheetmetalworks und das ebenfalls von der SPI Systemberatung GmbH gelieferte Trumpf-Interface.

Die Firma mit der längsten Geschichte in diesem Firmen-Netzwerk ist die Zelenka AG, deren Ursprünge auf ein bereits vor 90 Jahren gegründetes Familienunternehmen zurückgehen. Schon 1926 rief Johann Zelenka den ersten Betrieb für Stahlbearbeitung in München ins Leben. Das stetig wachsende Unternehmen verlegte in den 70-iger Jahren nach mehreren Umzügen seinen Firmensitz in das benachbarte Gilching. In den 80-igern folgte mit dem Einstieg in die Lasertechnologie der schrittweise Ausbau zum modernen Blechverarbeitungsbetrieb. 2014 wurde die Firma in die Zelenka AG überführt. Zugleich wurde vor Ort kräftig in moderne IT und in leistungsstarke Maschinen investiert. Erfahrene und hochqualifizierte Mitarbeiter entwickeln und produzieren heute mit modernster Technik an allen Standorten.

Vereinheitlichung der Systeme in den Unternehmen

Zelenka ist mit den Geschäftsfeldern „Metallverarbeitung und Blechtechnik“ auf der einen sowie „Betriebseinrichtungen und ergonomische Arbeitsplätze“ auf der anderen Seite doppelt gut aufgestellt: als Lohnfertiger sowie als Hersteller eigener Produkte. In Kooperation mit dem Firmenverbund wird zuverlässig und präzise nach Kundenwunsch gefertigt. Für die diversen Tätigkeitsfelder wie Laserstanzen, Laserschneiden, Umformen und Abkanten stehen zahlreiche Anlagen von Trumpf aus Ditzingen im Maschinenpark zur Verfügung. Im Bereich CAD ist der Firmenverbund ebenfalls bestens aufgestellt: Catia V5, Solid Edge ST6 sowie Solidworks bilden im Bereich der 3D-Datenerstellung sowie -verwaltung die Basis für den Erfolg. Dem Datenaustausch mit Kunden in den gängigen Formaten wie DXF, IGES, STEP steht damit nichts im Wege. Das spart Zeit und Geld bei der Umsetzung der Aufträge.

2014 kam Michael Faber, Leiter Strategischer Einkauf und Konstruktion bei Futureblech, das erste Mal mit SPI in Kontakt. Nach einer kompetenten Beratung und Vorführung der Software in Höhenkirchen fiel bei Futureblech die Entscheidung: Zwei Solidworks-Arbeitsplätze wurden mit der SPI-Lösung aufgerüstet. Nach den positiven Erfahrungen von Futureblech wurde kurz darauf auch bei Zelenka im Bereich Blechsoftwarelösung auf den Solidworks Goldpartner SPI mit Sheetmetalworks umgestellt. „Die Vereinheitlichung der Systeme hat viele Vorteile mit sich gebracht“, sagt Stefan Hempel, Teamleiter Technik und zugleich technischer Kundenberater bei Zelenka.

Prozesse fast vollständig automatisiert

Gründe, die bei der Entscheidung für SPI ausschlaggebend waren, fassen Michael Faber und Stefan Hempel wie folgt zusammen: „Ziel der Einführung der neuen Softwarelösung war es, die Prozesse zu beschleunigen und die bis dato umständliche manuelle Berechnung der Abwicklungen sowie die damit verbundenen Fehler und Abweichungen bei den Berechnungen endgültig zu beseitigen“, so Faber und Hempel ergänzt: „Dies ist uns durch die Ermittlung der Korrekturwerte der einzelnen Blechmaterialien sowie die konstante Pflege der Datenbanken rundum gelungen.“ Die durch die Automatisierung gewonnene Zeit bei der Berechnung der korrekten Abwicklungen und die damit verbundene, deutlich schnellere Auftragsbewältigung war ein positiver Effekt für die Blechfertiger und damit natürlich für deren Kunden. Die Durchlaufzeiten in der technischen Datenaufbereitung konnten um rund 20 % verringert werden. Die Ausschussquote aufgrund fehlerhafter Abwicklungswerte oder falscher Berechnungen ging im Bereich des Abkantens auf null herunter.

„Die Softwarelösung von SPI macht es uns möglich, den Prozess fast vollständig automatisiert ablaufen zu lassen. Lediglich die Werkzeugkombinationen sowie die Gutseite der Blechteile müssen richtig ausgewählt werden. Den Rest erledigt die Software, einschließlich der Datenablage in den Programmierungspfad, der nur einmal festgelegt werden muss“, betont Hempel. „Die Mitarbeiter in der Abkantabteilung können Aufgrund der geschaffenen Schnittstelle ebenfalls auf die vorhandenen Abwicklungsdaten zugreifen. Die Daten werden in die Abkantpresse geladen und die Teile, entsprechend der bereits definierten Vorgaben, schneller angefertigt. Die vormals aufwendige Erstellung von Zeichnungen hinsichtlich der Abwicklungsparameter und Hinweise entfällt komplett.“

Auftrag innerhalb von vier Wochen komplett gestemmt

Wie dieses Konzept schon kurz nach der Einführung eine erfolgreiche Umsetzung von Kundenaufträgen begünstigte, erläutert Hempel an einem Beispiel: „Ein langjähriger Kunde kam mit dem Wunsch zur Anfertigung einer Maschinenverkleidung im Bereich der Laseranwendung auf uns zu. Das eng terminierte Zeitfenster für die Anfertigung und Auslieferung betrug etwa vier Wochen. Alle notwendigen Arbeitsschritte von der Planung bis hin zur Endmontage mussten bis dahin abgeschlossen sein. An Muster und Probebleche war bei dieser engen Planung überhaupt nicht zu denken.“ Zelenka nahm die Herausforderung an: „Der motivierte Einsatz unserer Mitarbeiter in Verbindung mit der mittlerweile etablierten CAD-Softwarelösung ermöglichte es uns, das Projekt in einem Durchlauf exakt in dieser Zeit komplett und fehlerfrei zu realisieren“, freut sich Hempel. „Der Kunde war begeistert. Hier beweist sich einmal mehr, dass unser Firmenverbund in Zukunft für sämtliche Aufträge – auch bei enger Zeitplanung – bestens gerüstet ist."

SPI auf der Blechexpo 2017: Halle 1, Stand 1011-1

Weitere Meldungen zur Blechexpo finden Sie in unserem Special.

Online Kalkulation in der Welt der Blechbearbeitung

SPI

Online Kalkulation in der Welt der Blechbearbeitung

05.10.16 - Um Produktionsprozesse umfassend und effizient zu steuern, ist ein durchgängiger Datenfluss und die Unterstützung durch intelligente Software gefragt. SPI zeigt dafür auf der Messe den „Sheet Metal Web Shop“. Er verknüpft nach Unternehmensangaben Dienstleistungen von Blechfertigern über intelligente IT und das Internet mit den Anfragen von deren Kunden. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Ausklappen
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Ausklappen
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44873116 / Konstruktion)