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Clinchen

Bleche im Clinchverfahren miteinander verbinden

| Autor/ Redakteur: Robert Ruthenberg / Dietmar Kuhn

In der Blechverarbeitung spielen Handwerkzeuge eine bedeutende Rolle. Denn Bleche werden oft vor Ort auf Baustellen montiert. Neben den klassischen Handscheren und Blechnibblern lassen sich Bleche auch mit einem Hand-Akku-Clincher verbinden. Das Verfahren soll sogar Kostenvorteile für den Anwender bringen.

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Das neue, leistungsstarke Hand-Akku-Clinch- und Stanzgerät ULBG von BTM ist einfach zu handhaben und für bis zu 280 Clinchpunkte mit nur einer Akkuladung geeignet. Bild: Ruthenberg
Das neue, leistungsstarke Hand-Akku-Clinch- und Stanzgerät ULBG von BTM ist einfach zu handhaben und für bis zu 280 Clinchpunkte mit nur einer Akkuladung geeignet. Bild: Ruthenberg
( Archiv: Vogel Business Media )

In Handwerk und Industrie hat das Clinchen bisherige Fügeverfahren wie Schraubverbindungen, Nieten oder Schweißen aufgrund seiner zahlreichen Vorteile vielfach ersetzt oder konkurriert sehr stark mit ihnen. Mit der Neuentwicklung eines leistungsstarken und ergonomischen Hand-Akku-Clinch- und Stanzgeräts lassen sich Clinchpunkte nunmehr überall vor Ort zuverlässig setzen.

Clinchen punktet mit niedrigen Kosten

Im Vergleich zu den klassischen Fügeverfahren wie dem Schweißen, Nieten, Schrauben oder Kleben bietet das Clinchen die erforderlichen Festigkeitswerte bei möglichst geringen Kosten je Verbindung. Verursacht werden die Kosten bei den klassischen Fügeverfahren durch hohe Stromkosten oder durch zwingend notwendige Verbrauchsmaterialien wie Niete, Schrauben, Klebstoffe und die dazu erforderliche Zuführtechnik.

Die Hinterschneidung des oberen Blechs in das untere Blech erzeugt beim Clinchen einen Form- und Kraftschluss, der hohe Kräfte zu übertragen vermag. Der Clinchpunkt glänzt vor allem durch seine extrem hohe dynamische Belastbarkeit. Darin ist das Clinchen selbst dem klassischen Punktschweißen überlegen.

Clinchverfahren von BTM bietet mehr Festigkeit

Insbesondere im Vergleich zu einem geschlossenen Matrizenkonzept zeigt das Clinchverfahren Tog-L-Loc (eingetragenes Warenzeichen) von BTM bei etwa gleichen Scherzug-Festigkeitswerten aufgrund des größeren Formschlussanteils weitaus höhere Kopfzug- und Schälzug-Festigkeiten. Dieser Effekt zeigt sich verstärkt bei Dünn-Dick-Blechkombinationen, da bei dem sehr flachen Clinchpunkt das stempelseitig dünne Blech weitaus weniger tief gezogen werden muss und sich dabei trotzdem eine sehr große Hinterschneidung ausbildet.

Etwaige Blechdickenschwankungen oder unterschiedliche Blechdickenkombinationen, die in einer Einstellung geclincht werden müssen, werden mit der dreigeteilten Matrize durch mehr oder weniger weites Öffnen der drei Matrizenlamellen kompensiert. Dies führt bei nahezu gleicher Festigkeit zu einem geringeren Verschleiß am Clinchwerkzeug. Alle diese Vorteile sorgen für zuverlässige Clinchpunkte selbst bei mobilen Anwendungen.

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