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DACH-Region könnte Anschluss bei Industrie 4.0 verlieren

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Vorteile der datengetriebenen Produktion werden erkannt

Obwohl in den letzten Jahren in fast allen Bereichen der Industrie 4.0 beachtliche Fortschritte erzielt worden seien, zeigten die neuesten Ergebnisse, dass sich die Datenanalysefähigkeiten im Vergleich langsamer steigerten. Diesen Fakt greift das diesjährige Fokusthema datengetriebene Produktion (Data Driven Production) auf. Dabei stellte man die Frage, wie Unternehmen ihre Datenbestände entlang der Wertschöpfungskette effektiv nutzen können, um ihre Produktion zu optimieren. International zeigt sich nun, dass die meisten einen datenbezogenen Wettbewerbsvorteil als klaren Vorteil erkennen. Denn 80 Prozent sehen tiefe Einblicke in die Kernprozesse als einen zentralen Mehrwert, 76 Prozent begrüßen die Möglichkeit, Entscheidungen schneller und zuverlässiger zu treffen und 74 Prozent freuen sich über eine gesteigerte Reaktionsfähigkeit mit Blick auf Marktveränderungen. Die Motivation zu verstärkter datengetriebener Produktion ist also offensichtlich vorhanden.

USA und China sind bei der Datennutzung vorn dabei

Zwar verfügen viele DACH-Unternehmen über Daten, nutzen diese jedoch nicht ausreichend, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen oder Innovationen voranzutreiben, wie die Experten herausgefunden haben. Unter anderem fehle eine ganzheitliche Datenstrategie, die auf Zukunftstechnologien abziele (etwa KI und wieder der digitale Zwilling). US-amerikanische und chinesische Unternehmen sind hier fortschrittlicher, denn 91 Prozent der US-Unternehmen behandeln Daten als strategisches Asset. In China sind es 78 Prozent, aber nur 64 Prozent in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wichtige Aufgaben wie die Auflösung von Datensilos, die Ablösung von Altsystemen oder der Aufbau einer skalierbaren Dateninfrastruktur werden trotz guter Voraussetzung in den Unternehmen nämlich eher auf die lange Bank geschoben, anstatt sie entschlossen anzugehen, erklären die Experten.

Digitalisierungsspitzenreiter werden besser gefördert

Deutliche regionale Unterschiede gebe es auch beim Reifegrad der Datenanalysefähigkeiten. Insbesondere die DACH-Region weist, wie es dazu heißt, einen signifikanten Rückstand auf. Während in den USA nämlich 78 Prozent der Befragten ihre Kompetenzen als der Konkurrenz überlegen einstufen, trifft das in der DACH-Region nur auf 61 Prozent zu, wie es genauer heißt. Die DACH-Region profitiere einfach nicht von innovationsfördernden Regulierungen und gezielten Investitionen. Sie und Großbritannien kämpfen dagegen weiterhin mit strukturellen Hemmnissen. Hinzu kommen veraltete IT-Infrastrukturen, der Fachkräftemangel und eine oft unzureichende Priorisierung durch das Management, so die Analysen. Besonders im Automobilsektor und in kleineren Unternehmen werden diese Mankos sichtbar.

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