VDI-Richtlinie Das behandelt die neue Richtlinie VDI/VDID 2424

Redakteur: Peter Königsreuther

Industriedesign ist laut VDI wichtig für die Produktentstehung. Design und Engineering sollten dabei möglichst eng verzahnt sein, um sich gegenseitig zu optimieren. Die Richtlinie gibt Tipps dafür.

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Eine neue VDI-Richtlinie verrät, wie sich Design und Engineering in Sachen Produktentwicklung noch enger verzahnen lassen, um Produkte von Anfang an noch besser zu machen.
Eine neue VDI-Richtlinie verrät, wie sich Design und Engineering in Sachen Produktentwicklung noch enger verzahnen lassen, um Produkte von Anfang an noch besser zu machen.
(Bild: Th. Ernsting)

Ein gelungenes Industriedesign verbessert das Produkt, die Anwendbarkeit, und die positive Wirkung beim Anwenderkreis. Die neue Richtlinie VDI/VDID 2424 soll die Prozesse strukturieren und professionalisieren, um das Industriedesign noch besser zu integrieren, erklären die Verfasser der Richtlinie. Sie wurde gemeinsam vom VDI und dem Verband Deutscher Industriedesigner (VDID) erarbeitet und ist an alle in den Produktentstehungsprozessen organisatorisch und operativ involvierten Personen adressiert, insbesondere aber an Ingenieure, Industriedesigner und Produktmanager.

Ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis

In der neuen Fassung der Richtlinie VDI/VDID 2424 werden die Aufgaben des Industriedesigns entlang des in VDI 2221 Blatt 1 (Ausgabe 2019-10) beschriebenen, systematischen Produktentstehungsprozesses dargestellt, bestehend aus Strategie, Planung, Konzept, Entwurf und Ausarbeitung. Sie bietet darüber hinaus einen Überblick zur Orientierung, über das Thema Industriedesign, mit seinen vielfältigen Aspekten:

  • Abschnitt 1 definiert den Handlungsrahmen der Richtlinie und zeigt die Bandbreite des Themas;
  • Abschnitt 2 definiert und erläutert die Schlüsselbegriffe sowie gängige Begriffe. Das sind „Industriedesign“, Produkt und Produktnutzung und andere;
  • Abschnitt 3 erläutert die in der Richtlinie verwendeten Abkürzungen;
  • Abschnitt 4 stellt den Kern der Tätigkeit Industriedesign und den Produktnutzen dar. Zudem wird Industriedesign im Kontext zu weiteren Disziplinen dargestellt, die den Nutzer respektive Menschen im Fokus haben;
  • Abschnitt 5 zeigt die Integration des Industriedesigns in den Produktentstehungsprozess anhand der parallel dargestellten Aktivitäten im Design- und Engineering-Prozess als Basis für eine frühzeitige Nutzerintegration;
  • Abschnitt 6 gibt einen Überblick über die wichtigsten Methoden und Werkzeuge des Industriedesigns, um es wirksam einzusetzen;
  • Abschnitt 7 gibt Hinweise für die Designentwicklung und Umsetzung im Rahmen rechtlicher Grundlagen und Normen. Etwa, ob man das Ganze intern oder extern organisieren sollte und wie man dann im Einzelnen vorgeht;
  • Der Anhang erläutert anhand von Beispielen die Umsetzung von Industriedesign im Produktentstehungsprozess, teilweise auch über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts. Dazu gehören auch Checklisten.

Online-Bestellungen sind unter www.vdi.de/2424 oder www.beuth.de möglich. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Die Einspruchsfrist gegen die Richtlinie endet im Übrigen am 31.10.2021. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

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