Laserschneiden Das Rohrlaserschneiden zählt jetzt zur Kernkompetenz

Ein Gastbeitrag von Johannes Maruschzik

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Seit je her setzt Klaas Alu-Kranbau auf eine hohe Fertigungstiefe. Mit der Inbetriebnahme eines High-End-Rohrlasers LT8.20 Compact der BLM Group mit Tube-Cutter-3D-Schneidkopf hat sie einen vorläufig neuen Höhepunkt erreicht.

Bei den Roadshow-Terminen der BLM Group Deutschland sehen die Teilnehmer nicht nur Maschinen im Praxisbetrieb, sondern können auch ihre Erfahrungen untereinander austauschen.
Bei den Roadshow-Terminen der BLM Group Deutschland sehen die Teilnehmer nicht nur Maschinen im Praxisbetrieb, sondern können auch ihre Erfahrungen untereinander austauschen.
(Bild: BLM/Maruschzik )

Klaas Alu-Kranbau mit Sitz in Ascheberg in Westfalen ist binnen weniger Jahre stark gewachsen und hat massiv in die Effizienzsteigerung seiner Prozesse investiert. Das macht das 1933 von Theodor Klaas als Einmannbetrieb gegründete Familienunternehmen mit heute etwa 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Besucher aus mittelständischen Fertigungsbetrieben der Region ausgesprochen attraktiv. Für sie öffnet es gerne seine Türen. „Wir können viel voneinander lernen und uns manchmal auch unterstützen“, formuliert Daniela Klaas die Philosophie. Sie ist seit zwei Jahren Geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens und verantwortlich für die Produktion.

Entsprechend rannte die BLM Group Deutschland mit ihrer Anfrage, ob ihre Roadshow auch bei Klaas Alu-Kranbau Station machen könne, geradezu offene Türen ein. Seit einigen Jahren lädt der italienische Anbieter eigenentwickelter Rohrlaser, Rohr- und Drahtbiegemaschinen sowie Sägen Kunden und Interessenten zu ausgewählten metallverarbeitenden Betrieben in ganz Deutschland ein, die mit seinen Maschinen produzieren. So sehen die Besucher aus unterschiedlichen Branchen diese Produktionssysteme nicht nur im Live-Betrieb, sondern können sich vor Ort mit Experten anderer Unternehmen austauschen. Bundesweit wächst sukzessive eine BLM-Community heran.

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Das Rohrlaserschneiden zählt jetzt zur Kernkompetenz

Einladung zur Roadshow bei Röwer & Rüb

BLM lädt Interessenten herzlich zum nächsten Termin ihrer Deutschland-Roadshow ein, der am 1.und 2. September 2022 bei Röwer & Rüb in Thedinghausen bei Bremen stattfindet. Der traditionsreiche Hersteller von Lebensräumen für Pferde wie unter anderem Pferdeboxen und Ställe hat einen Rohrlaser LT7 von BLM in seinen Betrieb integriert, der ansonsten nach wie vor stark handwerklich ausgerichtet ist.

Konstruktive Verbesserungen

Als ein führender europäischer Hersteller von Anhänger- und Autokränen, Möbel- und Bauaufzügen sowie Hubarbeitsbühnen war beim jüngsten Roadshow-Termin Klaas Alu-Kranbau an der Reihe. So stand Anfang April 2022 an zwei Tagen der Rohrlaser LT8.20 Compact von BLM im Rampenlicht, der hier Mitte 2021 in Betrieb genommen wurde. Mit seinem umfangreichen Arbeitsbereich schneidet er Rohre mit Durchmessern von 25 bis 240 Millimeter und Stangengewichten bis 40 Kilo pro Meter.

„Wir verarbeiten viele Rohre und Profile unterschiedlicher Querschnitte aus Aluminium und Stahl. Da lag die Investition in eine solche Maschine nahe. Seit ihrer Inbetriebnahme können wir unsere Fertigung binnen kürzester Zeit mit den benötigten Rohrkomponenten versorgen. Zudem gibt uns der Rohrlaser die Möglichkeit, auf die Schnelle Ideen unserer Konstruktionsabteilung für die Vereinfachung und Verbesserung unserer Produkte zu realisieren. Das gilt zum Beispiel für innovative Verbindungen zwischen verschiedenen Bauteilen, die dank der Präzision der Laserschnitte schon in sich stabil sind und damit den Schweißaufwand minimieren“, nennt Daniela Klaas wichtige Aspekte, wie der Kranhersteller von seiner neuen Technik profitiert. Mit ihr produziert er inzwischen mehr als 1.500 verschiedene Teile.

Bislang nicht gekannte Flexibilität

Die LT8.20 Compact ist mit einem horizontalen Kettenlader auf der Vorderseite ausgestattet. Über diesen führen ihr die Maschinenführer die verschiedenen Materialien zu. Die Maschine vereinzelt sie automatisch und konfiguriert sich bei jedem Materialwechsel eigenständig. Das Ergebnis ist ein kontinuierlicher Verarbeitungsprozess. Daniela Klaas: „Mit der LT8.20 Compact sind wir auch bei kleinen Stückzahlen und Einzelteilen flexibel wie nie zuvor.“

Die Kettenbeladung vorne heißt aber auch, dass die Maschine auf der gleichen Seite be- und entladen wird. Dank der kompakten Bauweise beansprucht sie vergleichsweise wenig Stellfläche. Die verschiedenen, frei programmierbaren Entladepositionen der LT8.20 Compact wiederum bieten dem Kranbauer die Möglichkeit, seine Rohrkomponenten nicht in Serien, sondern baugruppenweise herzustellen.

Prozesse einfacher machen

Wichtig ist für Klaas Alu-Kranbau auch die Bohr- und Gewindeschneideinheit. Mit dieser optionalen Funktion wechselt die LT8.20 Compact automatisch binnen weniger Minuten Gewindeschneider der Größen M4 bis M12. „Da wir Gewinde jetzt im Rohrlaser schneiden können, ist in unserem Produktionsprozess ein weiterer Nachbearbeitungsschritt weggefallen. Auch das kommt unserem Ziel zugute, unsere Prozesse kontinuierlich einfacher und flexibel zu machen“, stellt Daniela Klaas fest.

Gleiches gilt für die Software von BLM. Die STEP-Dateien aus der Konstruktion fließen aus Solid Works unmittelbar in die CAD/CAM-Software Artube und werden hier automatisch in Produktionsprogramme umgewandelt – sowohl Einzelteile als auch ganze Baugruppen. Bei Bedarf können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Produktionsprogramme mit der intuitiv bedienbaren Software flexibel anpassen. Im Normalfall ist das nicht erforderlich.

„BLM verfügt über tiefes Praxis-Know-how rund um die Rohrverarbeitung. Das spiegelt sich in ihrer Software wider. Sie ist eine Schlüsselgröße der Einfachheit und Effizienz des Prozesses“, meint Daniela Klaas. Das gelte auch für die optionalen Active Tools. Zum Beispiel passt Active Speed die Schneidparameter automatisch an die Produktionsgeschwindigkeit an. Active Scan erkennt alle relevanten Materialschwankungen und optimiert den Schneidprozess so, dass der Rohrlaser stets beste Ergebnisse erzielt. Active Weld erkennt zuverlässig alle Schweißnähte und garantiert, dass diese an den programmierten Positionen sitzen.

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Daniela Klaas: „Wir hatten lange gedacht, dass wir lasergeschnittene Teile besser bei spezialisierten Lohnfertigern einkaufen. Heute sind wir froh, dass wir den Einstieg in das Rohrlaserschneiden gewagt haben. Zudem kann man Rohrkomponenten nur dann wirklich sinnvoll bei externen Herstellern einkaufen, wenn Konstruktionszeichnungen bis ins letzte Detail durchdacht sind. So ticken wir als Maschinenbauunternehmen aber nicht. Wir sind eher kreativ und wollen Ideen mal eben ausprobieren. Allein das sprach für den Ausbau unserer Fertigungstiefe um das Rohrlaserschneiden.“

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