Start-up-Erfolge KI-Boom und Rüstung machen Einhörner

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Die deutsche Gründerbranche bringt trotz derzeitiger Konjunkturschwäche immer mehr Start-ups hervor, die milliardenschwer sind ...

Die Zahl der Gründungen mehr sich immer stärker, so der Start-up-Verband. Hinzu kommt, dass es immer mehr davon gibt, die sich als „Einhörner“ betrachten dürfen. Das ist ein erfreuliches Signal, doch sei nicht alles Gold, was dabei in dieser Situation glänze ...(Bild:  KI-generiert)
Die Zahl der Gründungen mehr sich immer stärker, so der Start-up-Verband. Hinzu kommt, dass es immer mehr davon gibt, die sich als „Einhörner“ betrachten dürfen. Das ist ein erfreuliches Signal, doch sei nicht alles Gold, was dabei in dieser Situation glänze ...
(Bild: KI-generiert)

Mit rund acht Milliarden Euro sei 2026 bis Ende September schon mehr Wagniskapital in Start-ups geflossen als im gesamten Vorjahr (mit etwa 7,5 Milliarden Euro). Das zeigt jedenfalls der Deutsche Startup Monitor. Die Datenanalyse und Befragung von gut 1.800 Wachstumsfirmen will der Start-up-Verband jetzt veröffentlichen. Auch sind bis Ende September zehn neue Start-ups mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Euro entstanden. Das seien so viele neue Milliarden-Start-ups (Unicorns) wie seit 2021 nicht. Mit nun insgesamt 39 Unicorns gebe es einen Rekordwert in dieser Hinsicht, wie Verband betont. Dazu gehören Größen wie der Online-Broker Trade Republic, die Smartphonebank N26 und die Softwarefirma Personio. Neu dazu gekommen sind dieses Jahr unter anderem die Softwarefirma Osapiens, Neura Robotics und die Rüstungsfirma Stark Defense. Deutschland gründet folglich wieder! Und zwar in der Breite und dabei auf einer starken technologischen Basis. Die Gründerbranche profitiert auch von steigenden Investitionen in Rüstungsfirmen – darunter Quantum Systems und Helsing, die viel Geld von Investoren einwerben. Ein weiterer Wachstumstreiber heißt künstliche Intelligenz. Für 53 Prozent der befragten Start-ups steht die KI im Zentrum des Produkts – 2024 waren es erst 39 Prozent. Zugleich erleichtert KI Gründungen deutlich, heißt es von den Experten.

Aber: Viele verlassen den Standort Deutschland

Der Bericht des Start-up-Verbandes deckt aber auch die Schwächen der Gründerbranche auf. So konzentriere sich das geflossene Kapital stärker an der Spitze. In der Breite dagegen liegt die Zahl der Finanzierungsrunden rund ein Viertel unter dem Niveau von 2021. Rund 89 Prozent der Gründer fordern laut Umfrage mehr Wagniskapital aus Deutschland und Europa. Das verfügbare Kapital reiche für den Sprung an die Weltspitze nicht aus! Auch ziehe es für einen potenziellen Börsengang die Mehrheit der Start-ups (62 Prozent) in die USA – nur 27 Prozent ziehen den Standort Deutschland vor. Und bei digitalen Technologien setzten 64 Prozent überwiegend oder ganz auf US-Anbieter. Das aber liege auch daran, dass es kaum europäische Alternativen gebe. Die Bundesregierung müsse ihre Start-up-Strategie deshalb umsetzen und Finanzierungen erleichtern, fordert der Verband. Auch müssten Gründungen in der EU mit der neuen Rechtsform EU Inc. vereinfacht werden.

Der Forschungsbereich pusht die Gründungen

Stärken sieht der Verband in der Verbindung mit Hochschulen. So werde gut jedes zweite Start-up (51 Prozent) von Forschungseinrichtungen unterstützt. Bei 59 Prozent gehe das Produkt aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen hervor. Hochschulen sind also die wichtigste Säule im Ökosystem, sagt Alexander Hirschfeld, Research-Experte beim Start-up-Verband. Gemessen an der Qualität der deutschen Forschungslandschaft gründen daraus aber immer noch viel zu wenige, wie er anmerkt. Der Fachkräftemangel macht Start-ups hingegen weniger Sorgen. Denn nur 15 Prozent sehen ihn als große Hürde. Noch vor zwei Jahren war es 30 Prozent. Und 83 Prozent der Start-ups planten binnen zwölf Monaten Neueinstellungen.

(ID:50968844)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung