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Die richtige Rohrbiege-Philosophie bietet viele Möglichkeiten bei niedrigeren Kosten

| Autor/ Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Gebogene Rohre finden überall Anwendung. Mal sind es Einzelstücke, Kleinserien, meist aber Stückzahlen, die ein paar Hundert oder Tausend erreichen. Ein erster Schritt ist dabei meist die Prototypenerstellung. Darauf hat sich beispielsweise die Vilsmeier Maschinenbau GmbH spezialisiert. In Pfakofen wurde deshalb eine Rohrbiege-Philosophie entwickelt, die durch Investitionen in Soft- und Hardware unterstützt wird.

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Die Geometriedaten an einem Rohr genauestens erfassen: Dahinter verbirgt sich die Software von Tezet, mit der die Daten an einen Rechner (Notebook) übergeben und ausgewertet werden. Bild: Kuhn
Die Geometriedaten an einem Rohr genauestens erfassen: Dahinter verbirgt sich die Software von Tezet, mit der die Daten an einen Rechner (Notebook) übergeben und ausgewertet werden. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Inmitten einer ländlichen Idylle findet man am Ortsrand von Pfakofen das Unternehmen Vilsmeier Maschinenbau GmbH. Auf den ersten Blick reiht man das Unternehmen in die Kategorie „Schlosserei“ ein. Dieses Bild wird aber spätestens nach dem Betreten der Fertigungshalle korrigiert. Denn Vilsmeier ist auf die Rohrbiegetechnik spezialisiert.

Spezialisten für das Freiformbiegen

„Wir arbeiten praktisch alles ab, wenn es um gebogene Rohre geht“, sagt Peter Vilsmeier, Geschäftsführer der Vilsmeier Maschinenbau GmbH. „Eigentlich aus einem Landmaschinenbetrieb heraus entstanden, haben wir (damit meint er sich und seine rechte Hand Josef Köglmeier) uns zum Rohrspezialist entwickelt – und dabei spielt das Freiformbiegen eine entscheidende Rolle“, ergänzt Vilsmeier.

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Der Markt kennt Vilsmeier und seine Spezialitäten der Rohrbiegetechnik. Die in den letzten Jahren steigenden Auftragseingänge veranlassten deshalb das Führungsteam des Zehn-Mann-Unternehmens, so richtig stark zu investieren – investieren in eine CNC-Rohrbiegemaschine Wafios B10, in eine Messeinrichtung von Faro und in eine Software von Tezet.

Rohrbiegemaschine, Messeinrichtung und Software arbeiten gut zusammen

Die einzelnen Bausteine sollten sich zu einer Prozesskette zusammenfügen lassen und praktisch Hand-in-Hand miteinander arbeiten. Das funktioniert offensichtlich gut, wie Köglmeier bestätigt.

„Meist kommen die Kunden hierher nach Pfakofen, mit einem Musterteil, das wir dann vermessen und mit dem wir dann eine Machbarkeitsstudie durchführen, wir gehen mit unserem Mobilsystem aber auch vor Ort zum Kunden“, sagt Köglmeier, der so nebenbei ein solches Rohr auf den Demmeler-Messtisch legt, an dem auch die Faro-Messeinrichtung angebracht ist. Mit der einen Hand führt er den Messkopf behutsam mit einem Abstand von wenigen Zentimetern an der Rohroberfläche entlang.

Software errechnet Biegeprogramm aus Musterteil

Die Daten die er dabei generiert, die werden sofort von der Tezet-Software, die auf einem danebenstehenden Notebook installiert ist, übernommen. Die Tezet-Software generiert daraus das Biegeprogramm mit den entsprechenden Vorschubparametern sowie den Verdrehungs- und Biegewinkeln. „Die Software hat bei uns eine lange Tradition“, sagt Klaus Leistritz, CEO bei der Tezet Technik AG im schweizerischen Zurzach.

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