C-Technik Digitalisierte Prozesskette für die dritten Zähne

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Die handwerkliche Herstellung von Zahnersatz wird zunehmend durch die industrielle Fertigung abgelöst. Digitalisierte Zahnmodelle, dentalspezifische CAD/CAM-Systeme und Fräsmaschinen sorgen für Präzision und Wirtschaftlichkeit bei der Fertigung von Zahnersatz.

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Fräsen von Zahnkronen auf einem HSC-Bearbeitungszentrum. Bild: Kuttkat
Fräsen von Zahnkronen auf einem HSC-Bearbeitungszentrum. Bild: Kuttkat
( Archiv: Vogel Business Media )

Jahr für Jahr geben deutsche Patienten und Krankenkassen für Kronen, Brücken und Implantate weit über 5 Mrd. Euro aus. Egal ob Zahnkrone, Brücke, Inlay, Onlay oder Abutment – jedes dieser Zahnersatzteile ist komplex, jedes ist ein Unikat und erfordert viele Arbeitsschritte, die noch überwiegend handwerklich geprägt sind.

So setzt jeder Zahnersatz ein genaues Abformen des Patientengebisses voraus, das der Zahnarzt mit Materialien auf Silikon-, Polyäther- oder Alginatbasis durchführt. Durch Ausgießen mit Spezial-Hartgips erstellt der Zahntechniker ein Arbeitsmodell, damit er eine passende Metallkrone gießen kann, die in filigraner Handarbeit bearbeitet wird.

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Mit Cerec-Gerät Grundstein für die Digitalisierung gelegt

Materialien zur Herstellung von Zahnersatz sind Amalgam, Gold, Silber, Palladium, Titan, Hochleistungskeramiken wie Zirkon, Zirkoniumdioxid, Aluminiumoxid sowie Kunststoffe/Acrylate. Edelmetalllegierungen werden wegen ihrer Bioverträglichkeit geschätzt. Übliche Werkstoffe sind auch Nichtedelmetalllegierungen, meist aus den Elementen Cobalt, Chrom und Molybdän.

Die handwerklich geprägte Dentaltechnik ist dabei, sich zu verändern. Bereits heute zeigt sich, dass Computer und automatische Produktion in Dentallabors einziehen und den Herstellungsprozess von Zahnersatz beschleunigen.

Zähne werden in einer Behandlungssitzung restauriert

Den Grundstein für die Digitalisierung und Industrialisierung der Zahnrestauration legte Prof. Dr. Werner Mörmann vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Zürich Anfang der 80er Jahre mit einem sogenannten Cerec-Gerät. Cerec ist ein Verfahren zur computergestützten, direkten Herstellung von gefrästen Inlays, Onlays, Teilkronen, Veneers und Kronen aus Keramik. Cerec steht für Ceramic Reconstruction. Einzigartig an der Methode ist die Möglichkeit, maßangefertigte zahnärztliche Restaurierungen direkt am Patienten in einer Behandlungssitzung herzustellen und einzusetzen.

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