Suchen

Thyssenkrupp Dualphasen-Stahl für die Automobilindustrie

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Thyssenkrupp bringt einen Dualphasen-Stahl in der 1200er Festigkeitsklasse für die Autoindustrie mit auf die Blechexpo.

Firmen zum Thema

Fahrzeug-Rohkarosserie auf Stahlbasis: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Dualphasenstähle.
Fahrzeug-Rohkarosserie auf Stahlbasis: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Dualphasenstähle.
(Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)

Rund 400 Mrd. Euro Umsatz und fast 800.000 Beschäftigte: die Automobilindustrie ist die bedeutendste Branche in Deutschland – und sie befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Vom autonomen Fahren bis zur Elektromobilität müssen die Hersteller mehrere Entwicklungsstränge gleichzeitig verfolgen. Das erfordert enorme Investitionen bei gleichzeitig hohem Kostendruck.

Dualphasen-Stähle: Passende Werkstoffe für viele Einsatzbereiche

Um die Hersteller beim anstehenden Umbruch mit passgenauen und wirtschaftlichen Werkstoffkonzepten zu begleiten, hat Thyssenkrupp Steel Europe sein Sortiment kaltgewalzter Dualphasenstähle weit über die klassischen Varianten hochfester Leichtbaustähle hinaus ausgebaut. Das Portfolio in den 500er bis 1200er Festigkeitsklassen ist aktuell um Sorten mit erhöhter Streckgrenze oder erhöhter Bruchdehnung ergänzt worden.

Von besonderem Interesse ist nach Unternehmensangaben der neu entwickelte DP 1200: Durch seine besonders hohe Festigkeit ist er vor allem für Strukturbauteile mit besonderen Anforderungen geeignet, zum Beispiel für Dach- und Türverstärkungen. Weitere Einsatzfelder für die neuen Dualphasenstähle sind Längs- und Querträger sowie Schweller und Seitenaufprallträger, denn auch hier werden höchste Anforderungen an den Werkstoff gestellt, um die Insassen zu schützen, wie der Stahlhersteller mitteilt.

Vorteil Gewichtsreduzierung

Auch für oberflächenveredelte Außenhautanwendungen rücken zunehmend Dualphasenstähle in den Fokus der OEM. Hier sind besonders Güten mit in geringen Blechstärken gefragt. Ein zusätzlicher Effekt, der durch die neuen Werkstoffe erreicht wird, sind laut Hersteller deutliche Gewichtsreduzierungen im Karosseriebereich. Dieser Aspekt bleibt für die OEMs wichtig, damit sie das ab 2021 geltende CO2-Ziel von 95 g/km im Durchschnitt ihrer europäischen Fahrzeugflotten erreichen können.

Thyssenkrupp Steel Europe auf der Blechexpo 2017: Halle 4, Stand 4309

Weitere Meldungen zur Blechexpo finden Sie in unserem Special.

(ID:44927728)