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Dürr und EDAG gründen Vertriebs-Joint-Venture für Aircraft-Geschäft

| Redakteur: Udo Schnell

Die EDAG Sigma CE GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EDAG GmbH & Co. KGaA, und die Dürr Systems GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Dürr AG, haben den Gründungsvertrag für das Gemeinschaftsunternehmen Dürr EDAG Aircraft Systems GmbH unterzeichnet; vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

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(v.l.n.r.) Dr. Uwe Siewert (Leiter Aircraft-Geschäft Dürr, Geschäftsführer Dürr EDAG Aircraft Systems), Ralf Dieter (Vorsitzender des Vorstandes Dürr AG), Manfred Hahl (COO der EDAG- Gruppe), Werner Lotz (Geschäftsführer Dürr EDAG Aircraft Systems) und Rainer von Borstel (Leiter der EDAG-Division Aerospace). Bild: EDAG
(v.l.n.r.) Dr. Uwe Siewert (Leiter Aircraft-Geschäft Dürr, Geschäftsführer Dürr EDAG Aircraft Systems), Ralf Dieter (Vorsitzender des Vorstandes Dürr AG), Manfred Hahl (COO der EDAG- Gruppe), Werner Lotz (Geschäftsführer Dürr EDAG Aircraft Systems) und Rainer von Borstel (Leiter der EDAG-Division Aerospace). Bild: EDAG
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie EDAG mitteilt, soll das Joint Venture, an dem Dürr und die EDAG-Gruppe mit jeweils 50% beteiligt sind, die Vermarktung des gemeinsamen Produkt- und Leistungsangebots für die Flugzeugindustrie forcieren. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen orientieren sich, wie es weiter heißt, EDAG und Dürr an den Bedürfnissen ihrer Kunden aus der Flugzeugindustrie. Vor allem die großen Anbieter in der Branche suchen verstärkt die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Systempartnern, die in der Lage sind, auch größere Auftragspakete verlässlich abzuwickeln. Außerdem übernimmt die Flugzeugindustrie zunehmend Fertigungsmethoden aus der Automobilindustrie, dem Kerngeschäft von EDAG und Dürr.

Wachstum im Flugzeuggeschäft erwartet

Mit Blick auf diese strukturellen Veränderungen und das Marktwachstum in der Flugzeugproduktion wollen EDAG und Dürr den Angaben zufolge ihr Aircraft-Geschäft weiter ausbauen. Im Zuge der Einführung neuer Flugzeugmodelle planen verschiedene Anbieter zurzeit umfangreiche Investitionen in Produktionstechnik. Zum Beispiel bereitet Airbus den Produktionsstart für das Großraumflugzeug A350 vor. Dabei erhielten EDAG und Dürr Anfang August von Airbus einen Auftrag für die Detailplanung der Rumpfmontagelinie.

Manfred Hahl, COO der EDAG Gruppe und zuständig für die Divisionen Manufacturing Equipment und Aerospace, und Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, erklären einhellig: „Das Joint Venture wird unsere gemeinsame Schlagkraft im Wachstumsgeschäft mit der Flugzeugindustrie erhöhen. Wir können unsere Kunden noch besser hinsichtlich der bestmöglichen Produktionsmöglichkeiten beraten und aufzeigen, wie wir sie unterstützen können.“

Dürr und EDAG ergänzen sich nach eigenen Angaben gut

Das Produkt- und Leistungsspektrum von Dürr und EDAG für die Flugzeugindustrie ergänzt sich gut, heißt es weiter. Während Dürr Systeme für die Strukturmontage und Lackierung von Bauteilen bietet, ist EDAG neben seinen umfassenden Engineering-Know-how vor allem auf Vorrichtungen zur Ausrüstungsmontage spezialisiert. Damit werden alle Einbauten im Flugzeugrumpf installiert, zum Beispiel Sitze, Gepäckfächer sowie Elektro- und Hydraulikausrüstungen.

Als Geschäftsführer des Joint Ventures werden Werner Lotz, FFT EDAG, und Dr. Uwe Siewert ihre langjährige Erfahrung im Anlagenbau einbringen. Herr Rainer von Borstel, Leiter der EDAG-Division Aero-space, wird die Zusammenarbeit intensiv begleiten und die Verbindung von Anlagenbau und Produktentwicklung herstellen.

EDAG und Dürr arbeiten seit rund zwei Jahren erfolgreich auf dem Gebiet der Flugzeugproduktionstechnik zusammen. Den Auftakt der Partnerschaft bildete der gemeinsame Bau einer Montagelinie für den Airbus A 320 im chinesischen Tianjin, die nach erfolgreicher Projektabwicklung im Herbst 2008 in Betrieb gehen soll. Eigens für dieses Projekt hatten EDAG und Dürr im vergangenen Jahr die Arbeitsgemeinschaft Prime Contractor Consortium (PCC) gegründet.

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