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Entgraten/Reinigen

Effizienter entgraten und reinigen

| Autor/ Redakteur: Werner Meißner und Thomas Isenburg / Josef-Martin Kraus

Parallel ablaufende Prozesse führen zu mehr Energieeffizienz und weniger Zeitverlust. Diese Erkenntnis war die Vorgabe zur Entwicklung eines Anlagenkonzepts, das Hochdruckentgraten mit Roboter und Teilereinigung energetisch und zeitlich effizient kombiniert.

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Bild 1: Zum Hochdruckentgraten nimmt der Roboter das Werkstück auf und führt es in der Entgratstation an einer Lanze entlang.
Bild 1: Zum Hochdruckentgraten nimmt der Roboter das Werkstück auf und führt es in der Entgratstation an einer Lanze entlang.
( Archiv: Vogel Business Media )

Energie ist eines der zentralen Themen des Jahres 2010. Die Umwandlung fossiler Ressourcen in Energie erzeugt das Treibhausgas Kohlendioxid. Dieses Gas ist höchstwahrscheinlich für den Klimawandel verantwortlich. Die Spuren des industriellen Fortschritts bilden sich in den CO2-Emissionen ab.

Von der Fertigung der Zukunft wird deshalb nicht nur die Verkürzung von Taktzeiten, sondern auch des Energieverbrauchs gefordert. Für künftige Entwicklungen kristallisieren sich also zwei Kriterien heraus: Energie und Zeit.

Flexibler Roboter und getaktete Reinigungstechnik in einer Anlage

An diesen Kriterien hat sich die MTM-Gruppe, Marienheide, bei der Konzeptentwicklung für das Hochdruckentgraten orientiert (Bild 1). Dieses Konzept basiert auf einer Kombination aus flexibler Roboter- und getakteter Reinigungstechnik. Das Ergebnis ist die Anlage Robotakt.

Eine erste Version wurde nun beim chinesischen Zulieferer Harbin Dongan Automotive Engine Manufacturing installiert. Sie besteht aus der Reinigungsanlage Omega und einer Hochdruckentgratstation, in der ein Sechs-Achs-Roboter die Werkstücke an einem Lanzensystem mit Düsen vorbeiführt. Dadurch prallt ein Wasserstrahl mit hohem Druck auf einen Grat, der sich verformt und in Schwingungen gerät, bis er bricht.

Gewünschte Werkstückbewegungen werden vom Roboter ausgeführt

Der Roboter führt dazu die gewünschten Werkstückbewegungen gemäß der Programmierung aus. Ausgerichtet an der Teilegeometrie und dem Grat wird das Werkstück folglich entlang der Hochdruckdüsen geführt. Werkstückbewegung und -positionierung sind dabei bis auf 0,1 mm genau.

Gerade diese Genauigkeit ist wertvoll für das Hochdruckentgraten, damit der Wasserstrahl zielgenau auf den zu entfernenden Grat, trifft. Dagegen ermöglicht die hohe Bewegungsflexibilität des Roboters ein großes Werkstückspektrum abzudecken.

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