Fügetechnik Ein neues Zuführmagazin beschleunigt das Fließlochschrauben

Redakteur: Peter Königsreuther

Altas Copco informiert hier über das sogenannte K-Flow-HLX-70-Magazin, das beim Fließlochschrauben nicht nur 30 % Zeit spart...

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Neue Zuführtechnik für Fließloch-Schraubsysteme entwickelt! Hier ein K-Flow-Fügewerkzeug stechend, ausgerüstet mit dem neuartigen HLX-70-Magazin von Atlas Copco.
Neue Zuführtechnik für Fließloch-Schraubsysteme entwickelt! Hier ein K-Flow-Fügewerkzeug stechend, ausgerüstet mit dem neuartigen HLX-70-Magazin von Atlas Copco.
(Bild: Atlas Copco)

Die neue Zuführtechnologie für K-Flow-Fließlochschraub-Systeme bringt eine deutlich höhere Produktivität und Flexibilität beim Fügen mit und gleichzeitig schont es Ressourcen, heißt es. Wenn das HLX-70-Magazin an die Zuführeinheit angedockt ist, werden die Fügeelemente in die Zuführelix eingebracht. Diese, wie der Hersteller betont, einmalige Technik gibt nicht nur dem K-Flow-HLX70-Magazin seinen Namen (HLX), sondern ist auch zum Patent angemeldet.

Warum lohnt sich der Einsatz des Neulings primär?

In der Automobilindustrie fordert man ressourcenschonende Werkzeuge, die auch noch geringe Taktzeiten ergeben sollen. Das gilt ganz besonders für die Batterieherstellung, merkt Altas Copco an, in der bis zu 100 Verbindungen pro Batterie anstehen, was ein schnelles, unterbrechungsfreies Fügen erfordert, weil die Fügepunkte geringe Abstände zueinander haben. Eine der größten Herausforderungen ist etwa die produktive Montage der Gehäuseabdeckung (Siehe Bildergalerie). Das neuartige HLX-70-Magazin für K-Flow-Fügesysteme könne genau das leisten.

Bildergalerie

Platzsparendes Zuführsystem unterstützt Roboter

Die Forderungen zu erfüllen gelingt wegen der hohen Magazinkapazität (maximal 70 Fügeelemente). In einem Beladezyklus wird das Magazin, welches am Fügewerkzeug montiert ist, durch die Zuführeinheit gefüllt. Die Ladeschiene der Zuführeinheit wird während des Fügevorgangs bestückt. Dieses Vorgehen, betont Atlas Copco, kürzt die üblichen Taktzeiten um rund ein Drittel.

Gleichzeitig werden weniger Fügewerkzeuge in einem Systemaufbau benötigt. Das schafft Platz in der Produktionslinie. Dafür wird das Magazin quasi als Modul direkt am Fügewerkzeug montiert. So kann man auf die bisher erforderlichen Zuführschläuche verzichten, erklären die Experten. Der am Fügeprozess beteiligte Roboter kann sich so flexibler orientieren, merkt Atlas Copco an. Das System könne in verschiedene Richtungen arbeiten und dabei dennoch schnell und effizient bleiben.

Kostensenkender Qualitätsgarant schont Gehörgang

Der Druckluftverbrauch wird um bis zu 66 % reduziert, heißt es weiter zu den Vorteilen. Das klappt, weil der sonst bei jedem Zuführprozess benötigte „Schubser“ der Zuführblasluft entfällt. Folglich sinken die laufenden Kosten. Aber das freut auch die Mitarbeiter, denn der Fügeprozess läuft wesentlich leiser ab. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Verschmutzungsgefahr an der Fügestelle geringer ist – beim sensiblen Batteriefügeprozess kann das über Wohl und Wehe in pucto Fügequalität entscheiden.

Die Zuführeinheit kann auch außerhalb des Anlagenzauns aufgestellt werden, so dass die Produktion nicht für die Nachfüllung unterbrochen werden muss. Alle drei K-Flow-Systeme von Atlas Copco sind problemlos mit dem HLX 70 nachrüstbar, informiert der Hersteller abschließend.

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