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Verschleißschutz

Elektrolytischer Oberflächenschutz gegen extreme Beanspruchung

| Autor/ Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

In Kooperation mit MTV Solingen treibt die Thoma Innotec GmbH die Markteinführung der Beschichtungsverfahren NiL 35 und Nicabor voran. Dabei wollen sie Zeichen beim Verschleiß- und Korrosionsschutz zylindrischer Teile setzen.

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Auf der Fachmesse O&S 2010 hob Heiko Reski, Vertriebsmanager bei der MTV Metallveredelung GmbH & Co. KG, Solingen, die extrem hohe Seewasserbeständigkeit der Schutzschicht NiL 35 hervor. Bild: Kraus
Auf der Fachmesse O&S 2010 hob Heiko Reski, Vertriebsmanager bei der MTV Metallveredelung GmbH & Co. KG, Solingen, die extrem hohe Seewasserbeständigkeit der Schutzschicht NiL 35 hervor. Bild: Kraus
( Archiv: Vogel Business Media )

Zusammen mit der Thoma Innotec GmbH führt MTV Solingen die Beschichtungsverfahren NiL 35 und Nicabor ein. Dabei profitiert Thoma Innotec von den Möglichkeiten der Thoma Metallveredelung GmbH, Heimertingen, zur Großserienbeschichtung.

Dadurch stehen den Verfahren beim Beschichten zylindrischer Teile Bauteilgrößen bis 3500 mm Länge und 400 mm Durchmesser offen. In Kombination mit dem Hartverchromen durchstoße man dabei Anwendungsgrenzen, die bislang bei extremen Verschleiß- und Korrosionsschutzanwendungen galten.

Schichtsystem verbindet Verschleiß- mit Korrosionsschutz

Mit den zwei Verfahren erweitern die beiden Partner das Variantenspektrum bei Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten. NiL 35 ist die Bezeichnung einer Kombinationsschicht aus zwei Legierungen der Metalle Kupfer, Zinn und Nickel auf Basis des Metalls Bronze. Dieses Schichtsystem zeigt laut Thoma eine gute Verschleißbeständigkeit in Verbindung mit herausragendem Schutz vor Korrosion. Die Abscheidung erfolgt aus wässrigen Elektrolyten.

Wesentliche Innovation dabei ist eine spezielle Strommodulation, wodurch ein Verbundwerkstoff auf Basis einer metallischen, atomaren Bindung erzeugt wird. Diese Schichten widerstehen korrosiven Angriffen von Seewasser und stark ätzenden Chloridlösungen. Dazu wird bei der Gesamtabscheidung eine Schichtdicke von mindestens 60 µm empfohlen: 45 µm Grundschicht und 15 µm Deckschicht.

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