Oberflächenbehandlung Ematalieren schützt Aluminiumteile besser als andere Oxidierverfahren

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Beim Oberflächenschutz für Aluminiumteile kann das Hartematalieren im Vergleich zu anderen Oxidierverfahren punkten. Voraussetzung sind hohe Maßhaltigkeit und dichte Struktur der harten Oberfläche. Sie ist die Basis für eine niedrige Rauheit, wodurch bei Ventilgehäusen eine aufwändige Schmierung entfällt.

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Bild 1: Ein anodischer Oberflächenschutz erhöht nicht nur die Korrosions- und Verschleißbeständigkeit von Ventilblöcken, sondern auch deren Funktionalität in den Gleitflächen.
Bild 1: Ein anodischer Oberflächenschutz erhöht nicht nur die Korrosions- und Verschleißbeständigkeit von Ventilblöcken, sondern auch deren Funktionalität in den Gleitflächen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das anodische Verfahren Ematalieren/Hartematalieren verleiht Funktionsteilen aus Aluminium einen dauerhaften Oberflächenschutz gegen Korrosion und Verschleiß. Das verdeutlicht der Schweizer Verfahrensspezialist BWB Betschart, Schlieren, der damit kratzfeste und harte Schutzschichten erzeugt, die hinsichtlich der Mohs‘schen Härteskala zwischen 7 und 8 liegen.

Als weitere positive Merkmale werden die hohe Maßhaltigkeit, die geringe Rauheit und damit das gute Gleitverhalten hervorgehoben. Dieses Eigenschaftsprofil prädestiniert das Verfahren für den Oberflächenschutz von Aluminiumteilen in stark beanspruchten Pneumatikventilen der Eugen Seitz AG, Wetzikon/Schweiz. Diese Ventile arbeiten ohne aufwändige Schmierung in unterschiedlichen industriellen Anwendungen (Bild 1).

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Ohne Oberflächenschutz nutzt sich Aluminium schnell ab

Pneumatikventile sind wichtige Funktionskomponenten in der Automatisierungstechnik. So werden die Ventile des Herstellers Seitz als Hochdruckmagnetventile und -ventilblöcke hergestellt: für Erdgasspeicher, Erdgas- und Wasserstoff-Betankungsanlagen, magnetgesteuerte Ventile für Hohlkörperblasmaschinen, die Chemie- und Kraftwerkstechnik. Häufig sind kundenspezifische Ausführungen erforderlich. So vielfältig die Anwendungen sind, so unterschiedlich ist die Belastung.

Unverändert bleibt dabei jedoch der Basiswerkstoff: Aluminium. Es ist wesentlich leichter als Stahl und hat somit ein niedrigeres Massenträgheitsmoment, was schnellere Bewegungen und eine höhere Nutzlast ermöglicht. Diese Eigenschaften sind wichtig im allgemeinen Maschinenbau, zum Beispiel in Montageanlagen, bei Rotoren, Gleitlagern und Lagerflanschen, Zahnrädern, Kupplungsteilen und Pneumatikkomponenten. Auch bei Geräten der Medizintechnik wird viel Wert auf Leichtbauweise gelegt.

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