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EMO 2011 Energieeffizient zerspanen mit hoher Produktivität

| Redakteur: Bernhard Kuttkat

Bei Werkzeugmaschinenherstellern steht zunehmend der Energieverbrauch von Maschinen auf dem Prüfstand: Nicht nur wegen steigender Energiekosten werden energieeffiziente Werkzeugmaschinen entwickelt, sondern auch wegen des sparsamen Umgangs mit den Ressourcen.

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Energiesparen an Werkzeugmaschinen ist ein komplexes Thema, das sich nicht auf die Erfassung der Wirkungsgrade der eingesetzten Komponenten einer Werkzeugmaschine beschränkt, wie die Maßnahmen in Sachen Energiesparen zeigen. (Bild: Emco)
Energiesparen an Werkzeugmaschinen ist ein komplexes Thema, das sich nicht auf die Erfassung der Wirkungsgrade der eingesetzten Komponenten einer Werkzeugmaschine beschränkt, wie die Maßnahmen in Sachen Energiesparen zeigen. (Bild: Emco)

Investitionen in Werkzeugmaschinen müssen zukunftssicher sein. Gleichzeitig müssen die Maschinen effizient betrieben und flexibel an neue Anforderungen angepasst werden können. Ein zentraler Bestandteil des effizienten Betriebs einer Werkzeugmaschine ist mittlerweile ein durchgängiges Management von Energiebedarf und -verwendung.

Energieeffizienz bei Werkzeugmaschinen vor allem in Europa gefragt

Innovative Automatisierungslösungen für Werkzeugmaschinen führen über „intelligentes“ Energiemanagement zu niedrigen Lebenszykluskosten, minimierten Gesamtkosten und damit zu einer höheren Produktivität.

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„Generell wird im europäischen Marktumfeld verstärkt nach energieeffizienten Lösungen gefragt“, stellt Dr. Claus Eppler, Leiter Forschung und Entwicklung der Chiron Werke GmbH & Co. KG in Tuttlingen, fest. So würden vor allem Automobilhersteller solche Lösungen nachfragen, die sie dann teilweise auch in ihren weltweit aufgestellten Fertigungsstätten einsetzen.

Im internationalen Umfeld sei die Nachfrage derzeit nicht so groß. Das erstaunt, denn Energiesparen ist oft nicht eine Frage neuer teurer Anlagen. Eppler empfiehlt beispielsweise, die Wärmeenergie aus den verschiedenen Kühlkreisläufen (wie Schaltschrankkühlung oder Kühlmittelanlage) der Werkzeugmaschine in der Gebäudetechnik zu nutzen. Eine Wärmeabfuhr der Maschine in die Maschinenhalle sieht er dagegen aus energetischen Gesichtspunkten als nicht sinnvoll an.

Fluidtower leitet Werkzeugmaschinen-Abwärme in zentralen Wasserkreislauf

Als Alternative bietet Chiron den sogenannten Fluidtower, der die Abwärme in den zentralen Wasserkreislauf leitet. Der Fluidtower integriert platzsparend die Aggregate für die Maschinenraumabsaugung, Hydraulik und Wasserkühlung der Spindel in einem kompakten Beistellturm.

Zum Energieeinsparen tragen auch die Einzelkomponenten bei. Zum Chiron-Standardumfang zählen beispielsweise: rückspeisefähige Antriebe, Speicherladeschaltung bei Hydraulikanwendungen oder Asynchron-Hauptspindelmotoren mit lastabhängiger Flussabsenkung.

Hohe Produktivität statt Energieeffizienz im Fokus

Für Chiron ist aber nicht die Energieeffizienz, sondern die Energieproduktivität der Maschine wichtig. Das heißt, die Produktivität muss hoch sein.

Energiesparen sei deshalb vor allem nach Schichtende beziehungsweise in unproduktiven Zeiten angesagt. In diesen Zeiten muss die Werkzeugmaschine Methoden bereitstellen, mit denen sie sich bedarfsgerecht abschalten lässt. Dafür sorgt bei Chiron die Funktion Power Safe.

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