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Entwickler kombinieren Drückwalzen und Erwärmung

| Redakteur: Stéphane Itasse

Forscher bei Thyssenkrupp können mit einer neuen Warmdrückwalzanlage ab sofort präzise und gewichtseinsparende Stahlbauteile entwickelt und in Serie bringen. Dies ist dank der neuartigen Kombination aus Drückwalzen und Erwärmen möglich, wie das Unternehmen mitteilt. Erste Kooperationen mit Kunden wurden bereits geschlossen.

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Das Verfahren der neuen Warmdrückwalzanlage von Thyssenkrupp Steel Europe ist vergleichbar mit „Töpfern mit Stahl“.
Das Verfahren der neuen Warmdrückwalzanlage von Thyssenkrupp Steel Europe ist vergleichbar mit „Töpfern mit Stahl“.
( Bild: Thyssenkrupp )

Dazu wurde das Drückwalzen so weiterentwickelt, dass erwärmter Stahl, ähnlich wie beim Töpfern mit Ton, zum Fließen gebracht werden kann. Das Ergebnis sind präzise rotationssymetrische Bauteile, die zum Beispiel für den Antriebsstrang von Autos eingesetzt werden. Herkömmliche Schmiede- und Gießverfahren liefern diese Teile zwar bereits, ermöglichen aber keine vergleichbaren Gewichtseinsparungen, die bis zu 50 % betragen können, wie.

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Zurzeit ist die neue Warmdrückwalzanlage bereits in Entwicklungsprojekten für große Autohersteller im Einsatz, „aber grundsätzlich bietet sich die Technik auch für andere Branchen an“, sagt Thomas Flöth, leitender Ingenieur im Bereich Anwendungstechnik von Thyssenkrupp. Denkbare Anwendungen sind überall dort, wo Rotationsteile hohen Belastungen ausgesetzt werden: „Denn durch die Kombination von Blech- und Massivumformung werden besonders leichte und hochgenaue Bauteile aus verschleißfesten Stählen möglich“, erwartet der Ingenieur.

Noch sind die Möglichkeiten der Verfahrenskombination von Drückwalzen und Warmumformung nicht voll erforscht, wie es in der Mitteilung heißt. Durch weitere Versuche würden sich Potenziale für Stahlblechanwendungen herausfinden lassen. „Mit dieser Anlage werden wir die Beschreibung unserer Werkstoffe für die Simulation des Drückwalzprozesses weiter optimieren. Damit geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, mit angepassten Werkstoffen, neue Anwendungen für unser Stahlblech zu erschließen“, erläutert Flöth.

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