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Feintool-Technologietagung: Mit Fein-Monitoring in die Industrie-4.0-Zukunft

| Autor: Frauke Finus

Am 24. und 25. Mai hatte der Schweizer Spezialist Feintool zu Schuler nach Waghäusel eingeladen. Themen der Technologietagung waren unter anderem die Zusammenarbeit von Feintool und Schuler, Industrie 4.0 made by Feintool mit einem neuen Fernwartungs- und Analysetool und Werkzeugtechnologien für sichere Prozesse.

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Heinz Loosli freut sich auf der Feintool-Technologietagung in Waghäusel über 50 Jahre Zusammenarbeit mit Schuler.
Heinz Loosli freut sich auf der Feintool-Technologietagung in Waghäusel über 50 Jahre Zusammenarbeit mit Schuler.
(Bild: Finus)

Bis auf den letzten Platz gefüllt waren die Veranstaltungsräume bei Schuler in Waghäusel, als Anfang dieser Woche die Feintool Technologie AG Kunden und Interessierte zur Technologietagung eingeladen hat. Moderator Dr. Stefan Etzold von Feintool führte durch die Veranstaltung, die von Feintool-CEO Heinz Loosli mit den Worten eröffnet wurde, dass Feintool und Schuler in diesem Jahr auf eine 50-jährige Zusammenarbeit zurückblicken. Damals war es noch die Süddeutsche Maschinen Gesellschaft Waghäusel auf die die Wahl fiel, als Feintool einen kompetenten Pressenbauer suchte.

Fertigung wird nach Göppingen verlegt

Die Pressen für Feintool werden seit jeher in Waghäusel gefertigt. Wenn die Produktion an diesem Schuler-Standort in absehbarer Zeit geschlossen wird, wird die Fertigung der Pressen für Feintool nach Göppingen verlegt, wie Schuler-Geschäftsführer Dr. Martin Habert in seinem Beitrag bekannt gab. „Feintool-Kunden werden keinerlei Unterschiede bemerken. Beispielsweise Konstruktion und Kundenservice verbleiben in Waghäusel. Nur die Navi-Adresse für die Endabnahme wird eine andere sein.“ Außerdem ergänzt er: „In 50 Jahren wurden rund 840 Pressen von Schuler für Feintool gebaut. Wir sind dankbar für diese gute und lange Zusammenarbeit.“ Das Jubiläum nahm er zum Anlass Loosli und Marc Schorri, Leiter Fineblanking Technology von Feintool, ein Präsent von Schuler zu überreichen.

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Schorri unterstrich anschließend in seinem Vortrag die Vorteile des Feinschneidens, die sich unter anderem bei hohen Stückzahlen und langen Laufzeiten ausspielen. „Feinschneiden kommt da in Frage, wo die Schnittfläche eine Funktion hat“, erklärt er.

Schäden vorhersagen und abwehren

Feintool nutzte die Technologietagung außerdem um eine neue Lösung namens „Fein-Monitoring“ vorzustellen. Ganz im Zeichen von Industrie 4.0 stehen diese neuen Instandhaltungslösungen von Feintool. Marc Schneeberger, zuständig für das Business Development bei Feintool, erklärt: „Im Rahmen von Fein-Monitoring, unserem Monitoringtool, verbinden wir unsere Maschinen ab sofort mit dem Smartphone.“ Ausgestattet mit Sensoren und Software ist es nun beispielsweise möglich, dass die Maschine selbst vermeldet, wenn etwas mit der Öl-Temperatur nicht stimmt. Die Nachricht per Mail oder SMS geht an die zuständigen Personen bereits raus, bevor der Grenzwert erreicht ist. Dadurch werden Stillstände vermieden und Kosten gespart. Neben Datenverfügbarkeit für einen größeren Personenkreis und der Speicherung einer Datenhistorie bietet Feintool außerdem eine proaktive Unterstützung. Kunden erhalten regelmäßige Anlayseberichte mit Handlungsempfehlungen.

Nach einem Rundgang durch die Pressenfertigung von Schuler bildete der Vortrag von Sven Hofstetter zu modernen Werkzeugtechnologien für sichere Prozesse den Abschluss der Veranstaltung. Er betonte die Wichtigkeit des perfekten Zusammenspiels von Werkzeug und Presse.

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