Suchen

Meusburger Für jede Anforderung das passende Material

| Redakteur: Carmen Kural

Meusburger verfügt über eine große Auswahl an NE-Erodierblöcken, die ein breites Spektrum an Materialien abdeckt – vom Durchhärterstahl über Schnellarbeitsstähle bis hin zu Hartmetall.

Firmen zum Thema

Vergleich der Schnittstähle bei Meusburger.
Vergleich der Schnittstähle bei Meusburger.
(Bild: Meusburger)

Aufgrund verschiedener Anforderungen an die im Stanzwerkzeugbau verwendeten Schnittstähle verfügt Meusburger über eine große Auswahl an NE-Erodierblöcken, die ein großes Spektrum an Materialien abdeckt – vom klassischen Durchhärterstahl über Schnellarbeitsstähle und pulvermetallurgische Stähle bis hin zu Hartmetall, so das Unternehmen. Die Erodierblöcke werden hauptsächlich zur Herstellung von Schneidstempeln und Matrizen eingesetzt und seien in geglühter sowie gehärteter Ausführung erhältlich.

Allgemeine Anforderungen an Schnittstähle

Die Härte und der Verschleißwiderstand einerseits sowie die Zähigkeit andererseits sind zwei der wichtigsten Kriterien beziehungsweise Anforderungen bei der Auswahl des passenden Schnittstahls. Da diese Materialeigenschaften meistens gegenläufig sind, müssen in der Praxis oftmals Kompromisse geschlossen werden. Dies erfolgt üblicherweise über die Gebrauchshärte beziehungsweise durch eine gezielte Oberflächenbehandlung. Ein Vergleich der verschiedenen Schnittstähle in Bezug auf Verschleißwiderstand und Zähigkeit ist in der Abbildung ersichtlich.

Vergleich der Schnittstähle bei Meusburger.
Vergleich der Schnittstähle bei Meusburger.
(Bild: Meusburger)

Die Auswahl des Schnittstahls sowie dessen Gebrauchshärte hängen hauptsächlich von der Dicke und Festigkeit des zu schneidenden Materials ab. Je größer die Dicke und Festigkeit des Bandmaterials, desto höher sind die Belastungen der Aktivteile des Werkzeuges.

Durchhärterstahl

Als der „Klassiker“ im Stanzwerkzeugbau gilt der Stahl 1.2379. Dieses Material werde auch als ganze Schnittplatte eingesetzt, da es eine gute Maßhaltigkeit nach dem Härten aufweise. Grundsätzlich werde es bei mittleren Festigkeiten (bis circa 400 N/mm²) des Bandmaterials eingesetzt. Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 60-62 HRC.

Schnellarbeitsstahl

Der Schnellarbeitsstahl 1.3343 (HSS) wird als Standardmaterial für Matrizen und Schneidelemente verwendet. Gegenüber dem Material 1.2379 weise er eine höhere Verschleißfestigkeit und Härte auf. Er wird für mittlere Festigkeiten (bis circa 500 N/mm²) des Bandmaterials und vor allem bei dickeren Blechstärken eingesetzt. Die Gebrauchshärte liegt bei ungefähr 63-65 HRC.

Pulvermetallurgische Stähle

Pulvermetallurgische Stähle weisen aufgrund ihres homogenen Gefüges prinzipiell eine hohe Zähigkeit auf.

Das Material 1.3344 PM (PM23) werde für Matrizen und Schneidstempel mit höheren Belastungen genutzt. Besonders für Bandmaterialien mit Festigkeiten ab. 600 N/mm² werde es gerne verwendet. Die Gebrauchshärte liegt bei circa 63-65 HRC.

Der pulvermetallurgische Stahl M V10 PM mit 10 % Vanadium wird für Matrizen und Stempel mit höchsten Belastungen eingesetzt, so Meusburger. Aufgrund des homogenen Gefüges besitze er beste Kantenstabilität, auch bei Bauteilen mit komplexen Geometrien. Optimal eigne sich der M V10 PM für Bandmaterialien mit sehr hohen Festigkeiten (ab 800 N/mm²) und für Materialien, die einen hohen abrasiven Verschleiß verursachen (beispielsweise Nirosta). Die Gebrauchshärte liege bei circa 61-63 HRC.

Der neueste pulvermetallurgische Stahl bei Meusburger ist der M W10 PM mit rund 10 % Wolfram. Dieser finde Verwendung bei Matrizen und Stempeln mit höchsten Belastungen. Neben sehr guter Kantenstabilität bietet der M W10 PM eine hohe Druckbelastbarkeit, wie es heißt. Er soll für Festigkeiten des Bandmaterials ab circa 800 N/mm² und dicken Blechstärken eingesetzt werden. Ideal geeignet sei er für Materialien, die für adhäsiven Verschleiß anfällig sind (beispielsweise. Aluminium, Aluminium-Kupfer-Legierungen, Messing). Die Gebrauchshärte liege bei etwa 66-68 HRC.

Hartmetall

Die korrosionsbeständige Universal-Hartmetallsorte CF-H40S+ mit einer hohen Ausgewogenheit bietet den idealen Kompromiss zwischen Härte und Bruchzähigkeit bei hoher Kantenstabilität, heißt es weiter. Durch die maximale Verschleißbeständigkeit seien höchste Standzeiten von Matrize und Stempel garantiert. Das Metall werde bei Bandmaterialien mit höchster Festigkeit eingesetzt.

Erodierblöcke mit integriertem Startloch

Beim Drahterodieren ist ein Startloch im Erodierblock vorteilhaft, da sonst die Erodierkontur nicht optimal festgelegt werden kann, so das Unternehmen. Außerdem führe es zu hohem Verschleiß, wenn der Draht von der Seite herangeführt wird. Die NE-Erodierblöcke können mit bis zu 10 individuell positionierbaren Startlöchern versehen und bestellt werden.

(ID:46510439)