Fritz Schiess Gestanzte Zahnräder mit wesentlich gesteigertem Traganteil der Zähne

Autor / Redakteur: Jürgen Fürst / Dietmar Kuhn

Die Fritz Schiess AG fertigt Zahnräder im Feinschneidverfahren mit deutlich reduziertem Einzug. Durch das vom Erfinder des Feinschneidens neu entwickelte RE-Verfahren erhöht sich der Traganteil der Zähne auf etwa 90%. Durch den intelligenten Werkzeugbau können Zahnräder in einem Arbeitsschritt in bisher nicht gekannter Qualität hergestellt werden.

Anbieter zum Thema

Die Schweizer fertigen achtmal Modul 0,5 prozesssicher und wiederholgenau in der Serie. Für viele Teile und Baugruppen ergeben sich dadurch nun völlig neue konstruktive Lösungen. „Unser Werkzeugbau hat einen intelligenten Weg gefunden, die Verformung des Materials so zu steuern, dass sich der Einzug deutlich reduziert“, erklärt Kurt Köppel. Mehr will der Betriebsleiter der Fritz Schiess AG zur innovativen Lösung nicht verraten.

Zahnräder mit erheblich reduziertem Stanzeinzug durch Feinschneiden

Im Ergebnis fertigen die Schweizer im Feinschneidverfahren Zahnräder mit erheblich reduziertem Stanzeinzug. Durch das neu entwickelte RE-Verfahren ist der Einzug an den Zahnflanken bis zu 50% geringer. Der Traganteil erhöht sich von herkömmlichen 60 bis 70% auf rund 90% der Fläche. Damit lassen sich nicht nur Arbeitsschritte sondern auch Material einsparen.

Bei der Herstellung von Zahnrädern durch Stanzen oder Feinschneiden erhöht sich der Einzug an den Zahnflanken, je spitzer der Winkel wird. Das hat bei der Konstruktion von Zahnrädern Einfluss auf die Faktoren Durchmesser, Anzahl der Zähne und Materialstärke sowie deren Verhältnisse zueinander.

So beschreibt Modul das Verhältnis zwischen Zahnraddurchmesser und Anzahl der Zähne. Bisher galt beispielsweise bei einem Modul von 1 (also beispielsweise 50 Zähne bei 50 mm Durchmesser) die Herstellung eines Zahnrades mit vier Millimeter Stärke als Grenze des Machbaren beim Stanzen oder Feinschneiden (entspricht 4mal Modul).

Neues Feinschneidverfahren ermöglicht Zahnräder bis zu achtmal Modul

Wollte man dickere Zahnräder herstellen, musste man entweder die Anzahl der Zähne reduzieren oder zwei Zahnräder zu einem zusammenpressen. Durch das neue RE-Verfahren können die Experten der Fritz Schiess AG nun Zahnräder bis zu achtmal Modul in einem Arbeitsgang fertigen.

So lassen sich beispielsweise bei Modul 1 Zahnräder mit bis zu 8 mm Materialstärke in einem Arbeitsgang prozesssicher und wiederholgenau fertigen. Oder ein 4 mm starkes Zahnrad kann bis Modul 0,5 gestanzt werden, das heißt beispielsweise 100 Zähne bei 50 mm Durchmesser.

„Das ist schon etwas Besonderes“, betont Köppel. „Für die Konstruktion und den Einsatz von Zahnrädern schafft das völlig neue, bisher ungeahnte Möglichkeiten.“ Schiess fertigt die Zahnräder mit reduziertem Stanzeinzug auf ihren Hochleistungs-Feinschneidpressen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:345023)