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Oberflächenbehandlung

Goldknappheit der guten Art für Schüttgut-Kontaktteile

| Autor/ Redakteur: Ralph Schiffler / Annedore Munde

Stets auf der Höhe der Zeit, dabei bewährte Traditionen nicht vernachlässigend – nach diesem Grundsatz hat sich die Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH aus Lüdenscheid in nunmehr 52 Jahren aus handwerklichen Anfängen zu einem hochmodernen Dienstleister in Sachen galvanischer Veredelung und Oberflächenbearbeitung entwickelt.

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Die MST-Anlage (Metoba-Selektiv- Technologie) zur partiellen Vergoldung von Schüttgut-Kontaktteilen.
Die MST-Anlage (Metoba-Selektiv- Technologie) zur partiellen Vergoldung von Schüttgut-Kontaktteilen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einem – laut eigenen Angaben –„fast unschlagbar vielfältigen Veredelungsprogramm“ und der entsprechenden Kompetenz in Beratung und Durchführung stellt sich dabei heute bereits die dritte Generation mit einer 70-köpfigen Belegschaft immer wieder der Herausforderung, allen Aufgaben mit Teamgeist und hoher Motivation gerecht zu werden. Jüngster Beleg für den Erfolg dieser Ambition ist die Metoba-Selektiv-Technologie (MST) zur Edelmetall sparenden partiellen Goldbeschichtung von Schüttgut-Kontaktteilen. Der Edelmetallelektrolytspiegel wird bei „MST“ selektiv auf das variabel geführte und kontaktierte Teil eingestellt. Hierdurch ergibt sich eine Vielzahl an Applikationsmöglichkeiten, bei denen ein hohes Maß an Einsparpotenzial im Edelmetallbereich möglich wird.

Statt die Kontaktteile in rotierenden Trommelkörpern von einem Beschichtungsbad zum nächsten zu transportieren, wird bei der MST-Anlagentechnik die Prozesslösung respektive der Edelmetallelektrolyt zu mehreren, aufeinander folgenden und selektiv einstellbaren Beschichtungszellen gefördert, in denen die Kontakte mittels einer auf die jeweilige Artikelgruppe spezifisch abgestimmten Anoden- und Abblendtechnik partiell vergoldet werden.

Aus dem Vorratstank wird der Edelmetallelektrolyt in das aufwendig konstruierte Flüssigkeitsverteilsystem gefördert. Auf dieser Grundlage wird ein sehr hohes, millimetergenaues Maß an Selektivität der Beschichtung garantiert. Dabei lassen sich zur Zeit Goldschichtdicken von 0,2-3,0 µm partiell aufbringen. Das System sei aber kurzfristig auch auf höhere Goldschichtstärken erweiterbar, heißt es ergänzend aus Lüdenscheid.

Das komplette Beschichtungssystem wird durch eine analoge Signalverarbeitung überwacht, die alle zum gleich bleibenden Qualitätsstandard benötigten Faktoren in Abhängigkeit untereinander automatisch regelt, beispielsweise die Prozessgeschwindigkeit, die Stromkonstantenregelung oder die Solltemperatur. Ebenfalls regelt das System bei einer langsamer werdenden Fördergeschwindigkeit der zu beschichtenden Kontaktteile automatisch alle für die Beschichtung relevanten Prozessfunktionen nach und korrigiert sich somit automatisch und eigenständig. Nach der Korrektur geht das System autonom in den vorgegebenen normalen Produktionsstatus zurück. Ein prozessfähiger und vollautomatischer Beschichtungsvorgang ist somit garantiert.

Verbunden wird die MST-Anlagentechnik mit einem vibrationsgetakteten, artikelspezifisch auf die jeweilige Teilefamilie zugeschnittenen Rundförderer. Durch die kompakte, zu etwa 95% geschlossene Anlagentechnik wird zudem ein hohes Maß an Emissionsarmut und Bedienerfreundlichkeit erreicht. Kurzum: Eine umweltgerechte und ressourcenschonende Behandlung der zu beschichtenden Teile sowie ein hohes Maß an Edelmetallersparnis sind demnach die wichtigsten Kenngrößen dieser neuartigen Anlagentechnik von Metoba.

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