Für EWM war es ein erfolgreicher Wettbewerb bei Ebner. Der Spezialist für Wärmebehandlungstechnologien und Industrieofenbau aus dem österreichischen Leonding bei Linz stellte nach einem Vergleich der Schweißgeräte von vier namhaften Herstellern seinen Handschweißbereich auf Geräte von EWM um.
Haubenöfen des österreichischen Industrieofenbauers Ebner zur Wärmebehandlung von metallischen Produkten.
(Bild: Ebner)
Im Jahr 2014 plante die Firma Ebner, ihren Gerätepark zu erneuern und neue Schweißmaschinen anzuschaffen – sowohl zum MIG/MAG- als auch zum WIG-Schweißen. Während einer Testphase nahmen Schweißer, Instandhalter und Schweißaufsichtspersonen die Produkte von insgesamt vier Anbietern von Schweißgeräten genauestens unter die Lupe und prüften sie auf Herz und Nieren. „Am wichtigsten war mir die Zufriedenheit der Schweißer, denn die müssen ja mit den Geräten arbeiten“, erläutert Franz Haubner, Leiter mechanische Fertigung, sein Vorgehen bei der Auswahl der inzwischen 45 Schweißgeräte. Dabei handelt es sich um Geräte der Serie alpha Q puls und Phoenix Puls zum MIG/MAG-Schweißen sowie um Geräte der Serie Tetrix zum WIG-Schweißen. Sämtliche Geräte wurden komplett schweißbereit inklusive Brenner und entsprechendem Zubehör ausgeliefert.
Kriterien bei der Beurteilung der Geräte waren neben dem Umgang mit dem Schweißgerät selbst auch die Nutzbarkeit diverser Schweißverfahren, die Handhabbarkeit des Brenners sowie der Service. EWM hat diesen Vergleich für sich entschieden, da sowohl das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten als auch die Zustimmung der Instandhaltung am höchsten war.
Industrieöfen in der Größe eines Einfamilienhauses
Die Bauteile für die Industrieöfen, die Ebner herstellt, können die Größe eines Einfamilienhauses erreichen. Für Franz Haubner ist damit klar, „dass das Bauteil nicht zum Schweißer kommt, sondern dass der Schweißer zum Bauteil muss.“ Deshalb sollte die Maschine an sich leicht sein und sich ebenso leicht schieben oder ziehen lassen. Noch wesentlicher aber war die Maßgabe, dass der Schweißer mit nur einer Maschine die gesamte Aufgabenpalette an Schweißaufgaben durchführen können sollte. Diese Anforderung ist das Paradestück für EWM und hebt seine Maschinen deutlich vom Wettbewerb ab: Da sämtliche innovative Schweißverfahren hinterlegt sind, kann die gleiche Maschine sowohl mit forceArc besonders dicke Materialien wie die Stahlringe für die Lastableitung als auch mit coldArc besonders dünne CrNi-Stähle wie für die Düsenkästen schweißen.
Integrierte Schweißverfahren
So unterschiedlich die Schweißverfahren coldArc und forceArc in ihren Anwendungen, so unterschiedlich sind auch die Parameter, die für das Schweißen der beiden Verfahren notwendig sind. Handelt es sich bei den forceArc-Schweißungen meist um dicken Baustahl, der mit Stahldraht geschweißt wird, werden die CrNi-Stähle mit entsprechendem Zusatzwerkstoff geschweißt. Dabei unterscheidet sich auch noch die Zusammensetzung des Schutzgases. Trotz dieser unterschiedlichen Anforderungen bedeutet der Wechsel zwischen den Verfahren bei EWM nur einen Knopfdruck – und ist damit sehr viel einfacher als bei den anderen getesteten Schweißgeräten.
Der Doppelkoffer von EWM macht diese Flexibilität möglich. Die Maschine ist mit zwei Drahtrollen, zwei Brennern und zwei Gasflaschen ausgerüstet. Ändert sich die Anforderung, nimmt der Schweißer lediglich den zweiten Brenner, den Rest erledigt die Maschine auf Knopfdruck. So ist der Wechsel von den unterschiedlichsten Anwendungen völlig unproblematisch.
Das unmittelbarste Werkzeug des Schweißers ist der Brenner. Er muss gut in der Hand liegen, leicht sein und störungsfrei arbeiten. All diese Kriterien hat der Brenner von EWM erfüllt und sogar übererfüllt. Die störungsfreie Drahtzuführung konnte die Zahl der Schweißnahtfehler reduzieren. Dazu können die Schweißnähte mit den EWM-MT-Brennern nahezu spritzerfrei ausgeführt werden. Doch der größte Vorteil findet sich in der Reduzierung der Rüstkosten. Da die Standzeiten der Strom- und Gasdüsen um bis zu 50% erhöht sind, muss der Schweißvorgang viel seltener für den Düsenwechsel unterbrochen werden, was zu einer deutlichen Einsparung führt.
Einfach und schnell den richtigen Job auswählen
Von Stahl über CrNi und Ni-Basislegierungen bis hin zu Aluminium, das klingt zunächst wie das Bearbeitungsspektrum typischer Schweißfachbetriebe. Doch bei Ebner ist diese Breite viel größer als üblich. Reicht normalerweise eine Kennlinie für CrNi-Stähle, setzt Ebner mehr als zehn unterschiedliche CrNi-Schweißzusätze ein. Und jeder hat seine eigene Kennlinie.
Jede dieser Kennlinien wurde von EWM für Ebner abgestimmt und ist in den EWM-Maschinen als Job hinterlegt. So wird die gesamte Vielfalt abgedeckt. Die Jobs lassen sich schnell finden und können sehr leicht von den Schweißern angewählt werden.
Stand: 08.12.2025
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Neben den Schweißern hatte auch die Meinung der Instandhalter im Auswahlprozess Gewicht. Das Augenmerk der Instandhalter lag bei der guten Zugänglichkeit aller Bauteile sowie der Servicefreundlichkeit der Maschine. Auch die hervorragende und prompte Betreuung durch die Anwendungstechnik, den Service und den Verkauf der Niederlassung von EWM Österreich trug zur Entscheidungsfindung bei.
So herrschte letzten Endes sowohl unter den Schweißern als auch den Instandhaltern große Einigkeit darüber, dass EWM der neue Lieferant der Schweißgeräte werden sollte.