Schweißen

Impulslichtverfahren steigert die Produktivität beim Stahlschweißen

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Gefordert waren Anlagen, die einfach einzustellen und zu bedienen waren, um damit den neuen Teammitgliedern das Schweißen von Qualitätsnähten zu erleichtern. Nicht zuletzt aus diesem Grund entschied man sich in der Fertigung des Werks Bierbach für Lorch-Anlagen.

Hochleistungskrane erfordern Leichtbau auf höchstem Niveau, denn das Gewicht gehört an den Haken und nicht in die Kranmechanik. Brachte es der erste Gittermast-Autokran, den das Unternehmen Mitte der 60er Jahre fertigte, auf gerade mal 45 t Tragfähigkeit, so erreichte der TC 1200 in den 70er Jahren bereits eine Tragfähigkeit von 250 t bei einer Hubhöhe von 144 m und schon 1979 folgte ein Modell mit 800 t. Heute kann das größte Modell, der CC8800-1 Twin, glatte 3200 t vom Boden wuchten.

Neue Werkstoffe stellen neue Anforderungen an das Schweißen

Entscheidenden Anteil an diesem Fortschritt hatten verbesserte Werkstoffe wie wasservergütete Feinkornbaustähle mit Zugfestigkeiten bis 1100 MPa. Diese stellen jedoch besondere Anforderungen an die Qualifikation der Schweißer, weil sie bei falscher Wärmeführung ihre Festigkeit und Zähigkeit verlieren.

Es gelten deshalb strenge Regeln bezüglich der Schweißparameter. Besonders wichtig ist die sichere Einhaltung der vorgeschriebenen Abkühlgeschwindigkeit zwischen 800 und 500 °C, ausgedrückt durch die so genannte t8/5-Zeit. Wesentliche Randbedingungen sind dabei Blechdicke, Vorwärmtemperatur und Streckenenergie.

Als generelle Vorschrift gilt in diesem Zusammenhang, dass die Raupen nicht breiter sein dürfen als 17 mm, dass nicht gependelt werden darf und dass überlappende Nähte erst nach ausreichender Abkühlung des Werkstücks gelegt werden dürfen.

Für den Schweißer hat dies zur Folge, dass er bei Einsatz des klassischen MIG-MAG-Verfahrens häufig gezwungen ist, im Übergangslichtbogenbereich zu schweißen. Die Folgen sind zahlreiche Spritzer und fallweise die Ausbildung von Einbrandkerben – beides bedingt hohe Nacharbeitskosten.

Pulsschweißen ermöglicht den spritzerfreien Übertritt der Tropfen

Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden bereits vor etlichen Jahren Pulsschweißtechniken entwickelt. Dabei wird die Energiezufuhr mit hoher Genauigkeit so gesteuert, dass von der Elektrode jeweils nur ein einzelner Metalltropfen abschmilzt und spritzerfrei in das Schmelzbad übertritt.

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