Schweißen Impulslichtverfahren steigert die Produktivität beim Stahlschweißen

Autor / Redakteur: Klaus Vollrath und Andreas Rimböck / Rüdiger Kroh

Beim Herstellen von Großkranen spielt die Qualität der Schweißnähte eine wichtige Rolle. Das Impuls-Lichtbogenverfahren Speed-Pulse bietet im Vergleich zum herkömmlichen MIG-MAG-Schweißen oder zu Pulsprozessen eine höhere Schweißgeschwindigkeit und reduziert vor- und nachgelagerte Arbeitsschritte.

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Funkenarm: Beim Arbeiten mit Speed-Pulse unterbleibt das beim MIG-MAG-Schweißen kaum vermeidbare Funken-Feuerwerk und es entstehen fast keine Spritzer. Bild: Körner
Funkenarm: Beim Arbeiten mit Speed-Pulse unterbleibt das beim MIG-MAG-Schweißen kaum vermeidbare Funken-Feuerwerk und es entstehen fast keine Spritzer. Bild: Körner
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei einem Kran ist absolute Zuverlässigkeit oberstes Gebot. In insgesamt drei Werken fertigt Terex Cranes Fahrzeug-Teleskopkrane für Lasten bis 1000 t sowie Raupenfahrwerk-Gittermastkrane mit maximalen Tragfähigkeiten bis 3200 t.

Haupteinsatzgebiete für die Riesenkrane, die ihre Lasten teils mehr als 200 m hoch heben können, sind Kraftwerks- und Anlagenbau, Hoch- und Brückenbau sowie die Windenergiebranche.

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Schweißnähte garantieren Funktionssicherheit

Warum dort Funktionssicherheit oberstes Gebot ist, kann man leicht nachvollziehen, wenn man bedenkt, welche Folgen ein Kranversagen unter Last zum Beispiel in einer Raffinerie oder Chemieanlage hätte. Besonderes Augenmerk gilt daher vor allem der Qualität der vielen tausend Schweißnähte, welche die einzelnen Teile des riesigen Stahlbau-Puzzles, aus denen ein Kran besteht, miteinander verbinden.

Dort gibt es grundsätzlich nur eine Gütestufe, nämlich „B“, die höchste nach DIN EN ISO 5817. Jede Schweißnaht wird erst nach 100%-Prüfung mit Hilfe von Sicht-, Ultraschall- oder Magnetpulververfahren freigegeben.

Facharbeiter durch Intensivkurse zum Schweißer ausgebildet

Im Jahr 2006 beschloss man bei Terex, große Teile des bisher weitgehend nach außen vergebenen Stahlbaus im Blechbereich wieder in Eigenregie auszuführen. Aufgrund des Platzmangels im Hauptwerk Zweibrücken wurde diese Fertigung in den Hallen des Werks Bierbach aufgebaut, die jahrelang hauptsächlich für Logistikzwecke gedient hatten. Als Engpass erwies sich dabei zunächst der Mangel an gut ausgebildeten Schweißfachkräften auf dem Arbeitsmarkt.

Deshalb entschloss man sich, eigene Ausbildungskapazitäten aufzubauen und Facharbeiter aus artverwandten Metallberufen in mehrmonatigen Intensivkursen zum Schweißer weiterzuqualifizieren. Mit Erfolg: Aus der Handvoll Mitarbeiter, mit denen der Aufbau 2006 begann, sind mittlerweile über 250 geworden. Inzwischen läuft das Werk in Bierbach mehrschichtig und produziert das komplette Sortiment an Blechbaugruppen für Fahrzeug- sowie Gittermastkrane.

Als wesentlicher Faktor erwies sich bei der Umsetzung dieses Projekts auch die Bedienerfreundlichkeit der eingesetzten Schweißtechnik.

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