Zerspanung In der Rundschleiftechnik geht der Trend zur Verfahrenskombination

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Was fürs Drehen und Fräsen gilt, gilt auch fürs Rundschleifen: Ziel ist es, ein Werkstück in möglichst kurzer Zeit komplett auf einer Maschine mit hoher Präzision zu fertigen. Die Verfahrenskombination sowie kurze Rüst- und Nebenzeiten tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen.

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Für mehr Tempo beim Schleifen sorgt das Innenrund-Schälschleifen mit einer in Schrupp- und Schlichtzone aufgeteilten Schleifscheibe. Bild: ISF
Für mehr Tempo beim Schleifen sorgt das Innenrund-Schälschleifen mit einer in Schrupp- und Schlichtzone aufgeteilten Schleifscheibe. Bild: ISF
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Ziel der technologischen Weiterentwicklung des Rundschleifens ist vorwiegend eine Steigerung der erzielbaren Genauigkeit, eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie eine Erweiterung der Flexibilität der Maschinen“, bringt Prof. Dr.-Ing. Dirk Biermann, Leiter des Instituts für spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund, die Entwicklungstrends in der Rundschleiftechnik auf den Punkt. Einen Schwerpunkt dabei bildet seiner Auffassung nach die Kombination unterschiedlicher Schleifverfahren in einer Maschine, wie Außen- und Innenrund-, Flach- und Profilschleifen bis hin zur Integration weiterer Fertigungsverfahren. Als bekannteste Verfahrenskombination nennt er Drehen/Schleifen.

In der Entwicklungspipeline seines Instituts befindet sich die Verfahrenskombination Drehen/Schleifen/Honen. Diese Symbiose reduziert nicht nur die Hauptzeiten, sondern steigert auch die Flexibilität hinsichtlich der erzeugbaren Oberflächengüte.

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Das Innenrund-Schälschleifen ermöglicht hohe Abtragsraten

Für mehr Tempo beim Schleifen sorgt auch eine weitere Entwicklung des Instituts: das Innenrund-Schälschleifen mit einer in Schrupp- und Schlichtzone aufgeteilten Schleifscheibe. Das Verfahren zeichnet sich durch hohe Abtragsraten bei gleichzeitig guter Oberflächenqualität aus. Die Verfahrenskombination auf die Spitze getrieben hat die Elb-Schliff Werkzeugmaschinen GmbH in Babenhausen. Ihr neues Bearbeitungszentrum Multitec 8 ist für alle gängigen Zerspanverfahren ausgerüstet. Es beherrscht das Innen- und Außenrund- sowie das Flach- und Profilschleifen ebenso wie Drehen, Hartdrehen, Bohren und Fräsen. Bei Bedarf können auch Laserbearbeitung und Schweißen integriert werden.

Schleifen und spanendes Bearbeiten mit definierter Schneide in einer Maschine

„Die Multitec 8 ist das Ergebnis eines kreativen Benchmarks mit dem Ziel, eine echte Mehrwertlösung zu entwickeln, die die beiden ‚Welten’ Schleifen und spanendes Bearbeiten mit definierter Schneide zusammenfasst, ein System, das auch den Präzisionsanforderungen aller Technologien gerecht wird“, erläutert Geschäftsführer Heino Claussen-Markefka. Im Vordergrund steht der Nutzen, Werkstücke ohne Umspannen in hoher Genauigkeit zu fertigen und dabei lange Laufzeiten, zum Beispiel auch im mannlosen Nachtbetrieb, zu realisieren.

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