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Teilereinigung

In der wässrigen Teilereinigung zahlt sich Energieeinsparung aus

| Autor/ Redakteur: Daniel Decker / Josef-Martin Kraus

Klassisch konstruierte Reinigungsanlagen bieten Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Die Maßnahmen müssen nicht teuer sein. Das zeigt das Ergebnis bei einer Durchlaufanlage zur wässrigen Teilereinigung. Bei dieser Anlage wurden die Trocknung, die Rohr- und Tankisolierung energetisch verbessert sowie ein energiesparendes Abluftmanagement entwickelt.

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Der Lufttemperaturverlauf (Strömungslinien) im Heizregister offenbart Energieeinsparpotenziale bei der Trocknung. Beide Möglichkeiten wurden umgesetzt.
Der Lufttemperaturverlauf (Strömungslinien) im Heizregister offenbart Energieeinsparpotenziale bei der Trocknung. Beide Möglichkeiten wurden umgesetzt.
( Bild: BVL )

Ende 2009, also schon vor dem aktuellen „Energietrend“, startete BVL Oberflächentechnik ein Innovationsprojekt in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück. Ziel des Projektes war die Optimierung der Anlagentechnik, um den Energieverbrauch zu reduzieren und somit die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu erhöhen.

Als Anlagentyp wurde eine Durchlaufreinigungsanlage ausgewählt, weil sie am energieträchtigsten ist. Außerdem arbeitet sie bei konstanten Reinigungsbedingungen. Das Projekt war folgendermaßen strukturiert: Der Energieverbrauch von Reinigungsanlagen wurde analysiert. Im Anschluss daran ermittelte man das energetische Einsparpotenzial, um zielführend Lösungskonzepte zu erarbeiten.

Überwiegender Teil des Verbrauchs entfällt auf die Prozesswärme

Die Durchlaufreinigungsanlage wurde mit Energiemessgeräten ausgestattet, um den Verbrauch der Motoren sowie die Wärmeenergie für Tank und Trocknung zu berechnen. Bild 2 (siehe Bildergalerie) macht deutlich, dass der Großteil der Energie bei Reinigungsanlagen (fast 90 %) für die Wärmeenergie aufgebracht wird. Demgegenüber entfällt nur ein kleiner Anteil (10 %) auf den Motorenverbrauch für die Pumpe und die Ventilatoren.

Um jene Einsparpotenziale zu erschließen, die im Ergebnis deutlich spürbar sind, wurde der Projektfokus auf die Wärmeenergie gelegt. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um elektrisch erzeugte Wärmeenergie, die sehr teuer ist. Daher wurden Wärmeflussanalysen angestellt, die zeigen, wo die Wärme für die Bäder und die Trocknung entsteht, welchen Weg die erwärmten wässrigen Reinigungsmedien und die warme Luft in der Anlage nehmen und an welcher Stelle sie erkalten. Eine Kombination aus Wärmemessung und Strömungssimulation visualisiert die Wärmeflüsse (Bild 1).

Trockung bietet Potenzial zur Energieeinsparung

Bei der Analyse der Einsparpotenziale zeigte sich die Trocknung als optimierbar. Sichtbar wurden unterschiedliche Temperaturen innerhalb der Trocknung sowie eine nicht gleichmäßige Umströmung der Heizstäbe. Gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück wurde dazu eine Lösung entwickelt. Seitdem wird die aufgeheizte Luft besser geführt. Die Heizstäbe werden gleichmäßiger umströmt. Somit wird für eine konstante Temperatur in der Trocknung gesorgt.

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