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Infrarote Prozessverbesserer Infrarotstrahler verbessern Pulverlackierung und Kunststoffprägen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Aluminiumprofile für Gebäude werden durch Pulverbeschichten veredelt. Die dazu notwendige Wärme kam bisher von Keramikstrahlern. Doch Infrarotstrahler sind effektiver, wie sich zeigt. Und das nicht nur für dafür...

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Infrarotstrahler von Heraeus Nobelight sparen Material und Energie bei der Pulverbeschichtung, wie hier im Bild. Aber auch bei anderen kunststofflichen Anwendungen verbessern sie Prozessabläufe.
Infrarotstrahler von Heraeus Nobelight sparen Material und Energie bei der Pulverbeschichtung, wie hier im Bild. Aber auch bei anderen kunststofflichen Anwendungen verbessern sie Prozessabläufe.
(Bild: M. J. Toole)

Smart Architectural Aluminium ist der größte Hersteller von Aluminiumprofilen für Fenster, Türen, Fassaden und Wintergärten in Großbritannien. In der Fertigung in Yatton bei Bristol werden Aluminiumprofile in drei Linien beschichtet. Und zwar über zwei vertikale und eine horizontale Linie. In diesen werden die Produkte zuerst pulverbeschichtet und dann durch gaskatalytische Infrarotöfen befördert, um das Pulver anzugelieren, bevor sie zur endgültigen Aushärtung durch den Konvektionsofen geleitet werden, erklärt Heraeus Noblelight.

Die gaskatalytischen Infrarot-Paneele für die horizontale Linie wurden vor etwa 10 Jahren montiert. Im Laufe der Zeit hatte ihre Effizienz gelitten, denn freies Pulver, das aus dem Vorraum des Ofens einwanderte, hat die Paneele verschmutzt. Das führte zu Qualitätsproblemen in der Fertigung. Das Unternehmen nahm deshalb Kontakt mit Heraeus Noblelight auf, um die Montage neuer Paneele zu veranlassen.

Infrarot-Booster schont Systeme und pusht Lackiergeschwindigkeit

Die Infrarotexperten bei Heraeus Noblelight hatten allerdings eine Alternative in petto: statt einfach die gaskatalytischen Paneele zu erneuern, könnte ein zusätzlicher elektrischer Infrarot-Booster vor dem Ofen die entscheidende Verbesserung bringen.

Der Booster würde das aufgebrachte Pulver durch Wärme schnell in einen Gelzustand überführen und so eventuelle Pulververschleppungen auf die Platten im gaskatalytischen Ofen vermeiden. Im Ofen könnte es dann zur vollständigen Gelierung kommen, bevor die beschichteten Teile zur Aushärtung in den Konvektionsofen transportiert würden, so die Überlegungen.

Dieser Plan überzeugte die Verantwortlichen bei Smart Architectural Aluminium, zumal der Infrarot-Booster einfach an der vorhandenen Stahlkonstruktionen im Vorraum des gaskatalytischen Ofens montiert werden konnte. Seit der Installation der mittelwelligen Infrarotstrahler, die in einem Aluminiumrahmen mit Edelstahlreflektoren befestigt wurden, arbeitet das System einwandfrei: Die Pulververschleppung ist vorbei und die Lackiergeschwindigkeit hat sich um 20 % erhöht.

Das sind die Vorteile der Infrarotstrahler im Einsatz:

Das Pulver absorbiert Infrarotstrahlung generell sehr gut, die Pulvermasse erwärmt sich deshalb rasch und wird erheblich schneller als im Umluftofen angeliert. Ohne die dort üblichen Luftbewegung werden Staubeinschlüsse vermieden, das Pulver wird nicht verwirbelt oder etwa verschleppt. Das flottere Anschmelzen verbessert die Lackqualität und erhöht die Durchlaufgeschwindigkeit.

Michael Coles, Produktionsleiter bei Smart, kommentiert: „Der IR-Booster, der problemlos im vorhandenen Platz im Vorraum nachgerüstet werden konnte, hat uns eine einfache, aber elegante Lösung für ein mögliches Kontaminationsproblem geliefert, die Lebensdauer der Platten verlängert und die Qualität des Produkts verbessert.“

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