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Klebstoffentwicklung Jetzt kommt das „doppelseitige Klebeband“ in flüssiger Form!

Redakteur: Peter Königsreuther

Zwei neuartige flüssige Haftklebstoffe von Delo wirken wie ein doppelseitiges Klebeband, können aber exakt appliziert werden und erlauben die direkte Weiterverarbeitung damit gefügter Teile.

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Den Delo-Entwicklern ist es gelungen, die Vorteile von Klebebändern und Flüssigklebstoff in neuen, flüssigen Haftklebstoffen zu kombinieren – das doppelseitige Klebeband zum Auftragen!
Den Delo-Entwicklern ist es gelungen, die Vorteile von Klebebändern und Flüssigklebstoff in neuen, flüssigen Haftklebstoffen zu kombinieren – das doppelseitige Klebeband zum Auftragen!
(Bild: Delo)

Die allseits bekannten und nützlichen Klebebänder werden für viele Zwecke in unterschiedlichen Bereichen verwendet. Ihr Vorteil ist, dass sie sofort für eine Haftung sorgen, nachdem man etwas auf sie gedrückt hat. Doch gibt es laut Delo zwei gravierende Nachteile: Sobald kleine oder komplexere Tape-Geometrien eingesetzt werden, ist das automatisierte Handling aufgrund der geringen Steifigkeit des Trägermaterials und der hohen Klebkraft sehr aufwendig, ja sogar unmöglich. Zudem kommt es bei Strukturen mit geringem Füllfaktor, wie etwa bei Rahmenverklebungen, beim Ausstanzen der gewünschten Geometrien zu hohem Verschnitt. Der schlägt sich in höheren Bauteilkosten nieder.

Vorteile im Vergleich zu Tapes und Standardflüssigklebern

Eine gute Alternative sind flüssige Haftklebstoffe (Liquid Pressure-Sensitive Adhesives) von Delo, heißt es weiter. Wie der Begriff schon vermuten lässt, werden sie flüssig und direkt auf das Bauteil dosiert und danach per UV-Licht aktiviert. Danach liege eine klebrige Oberfläche vor, wie man sie von Tapes her kenne. Weil der Klebstoff außerdem unmittelbar nach dem Andrücken des zweiten Fügepartners seine initiale Festigkeit erreicht, kann die verklebte Baugruppe direkt und ohne Fixierhilfen weiterverarbeitet werden, betonen die Experten. Das sei auch das große Plus im Vergleich zu vielen flüssigen Standardklebstoffen.

Der gesamte Verarbeitungsprozess, von der präzisen Dosierung, die auch bei winzigen Bauteilen oder dreidimensionale Geometrien klappt, über die Belichtung und das mechanische Andrücken, lässt sich voll automatisieren. Damit seien die neuen flüssigen Haftklebstoffe besonders für Anwendungen mit einem hohen Durchsatz ideal. Je nach Anforderung kann man nicht zuletzt auf flüssige Haftklebstoffe mit unterschiedlicher chemischer Basis zurückgreifen, führt Delo weiter aus.

Acrylatbasiert, freut's den Smartphone-Hersteller

Acrylatbasiert ist etwa die Type Delo Photobond PS4130, die in Sachen Flexibilität, Schälwiderstand und Festigkeit den Eigenschaften eines Klebebands stark ähnelt, beschreibt Delo. Der Klebstoff eigne sich deshalb besonders für Anwendungen mit kurzen Taktzeiten und moderaten Anforderungen an die Endfestigkeit. Aufgrund seiner sehr guten Dämpfungseigenschaften und der niedrigen Ausgasungswerte hat Delo Photobond PS4130 bereits bei der Montage von Smartphone-Lautsprechern ein Einsatzfeld erobert, betont der Hersteller.

Mit Epoxidharz-Aufbau zur flotten Baugruppenmontage

Und der auf Epoxidharz aufgebaute Klebstoff Delo Katiobond PS6372 wurde speziell für strukturelle Klebanwendungen entwickelt, bei denen die Festigkeitsanforderungen recht hoch sind. Habe er seine Anfangsfestigkeit erreicht, könne dabei durch Andrücken der Teile eine Baugruppe sofort weiterverarbeitet werden, wobei die Festigkeit der Verbindung anschließend noch zunehme. Voll ausgehärtet, erreicht Delo Katiobond PS6372 dann Druckscherfestigkeiten von über 30 MPa auf Aluminium und über 10 MPa auf FR4 (flammwidrige sowie flammenhemmende Verbundwerkstoffe aus Epoxidharz und Glasfasergewebe). Er eignet sich aufgrund seiner hohen Temperatur- und Medienbeständigkeit auch für Anwendungen in der Automobilindustrie.

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